Bahn frei für eine Neubebauung

Der Völklinger Stadtrat hat den Bebauungsplan fürs Ex-Kaufhof-Areal geändert. Statt Parkebenen über Verkaufsflächen soll es nun ein Parkhaus geben. Dies kommt den Vorstellungen eines neuen Interessenten entgegen.

Der Traum von City-Center ist verflogen. Der Völklinger Stadtrat hat nun mit einstimmigem Beschluss den Bebauungsplan für das Areal des Ex-Kaufhofs und der Ruinen im Umfeld den neuen Gegebenheiten angepasst. Es bleibt bei dem Ziel einer "großflächigen Einzelhandelsnutzung", aber Details werden anders geregelt. So soll die Straße Am Hauptbahnhof nun zu einer Sackgasse mit Wendehammer am Ende werden. Ursprünglich sollten die Stellflächen oberhalb der Verkaufsebenen liegen, doch nun ist ein Parkhaus vorgesehen. Das so genannte Weiße Haus, Karl-Janssen-Straße Nr. 4, bleibt im Visier der Planung. Der Eigentümer verwahrt sich bisher dagegen, es zu verkaufen. Die Stadtverwaltung will aber weiterhin alles tun, dieses Gebäude in die Hand zu bekommen. Wobei Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) ausdrücklich auch die Möglichkeit einer Enteignung erwähnt. Bevor man ans Bauen denken kann, muss die Fläche komplett freigeräumt werden. "Wir reißen das ganze Viertel ab", hatte Lorig erst kürzlich bei der Mitgliederversammlung des Völklinger Wirtschaftskreises bekräftigt. Wenn auch zunächst noch nicht das Weiße Haus. Die Ausschreibung für den Abriss - geschätzte Größenordnung 2,8 Millionen Euro - läuft bereits. Die Frist für Angebote endet am 20. September. Damit wäre denkbar, dass der Stadtrat bereits am 6. Oktober über die Vergabe entscheidet. Anschließend dürften fünf bis sechs Monate lang Bagger , Baumaschinen und Laster die Szene in der Innenstadt beherrschen.

Als Interessent für die Fläche ist die Modepark Röther GmbH auf den Plan getreten - ein Familienunternehmen, das bereits zahlreiche Filialen im Bundesgebiet unterhält. Festlegungen wurden bisher vermieden. Der Oberbürgermeister sagte unlängst beim Wirtschaftskreis, ohne Namen zu nennen, nur, im Hinblick auf die Nachnutzung der Abrissflächen würden die Gespräche weitergeführt. Alle Eckpunkte seien weitgehend vereinbart.