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Situation an Saarbrücke wird entschärft

Situation an Saarbrücke wird entschärft

Der Sicherheitsbeirat der Stadt Völklingen hofft auf eine baldige Lösung an der Wehrdener Saarbrücke. Dort soll ein sicheres Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrern auf dem Gehweg ermöglicht werden.

Die für Radler und Fußgänger knifflige Situation an der Wehrdener Saarbrücke war erneut Thema im Völklinger Sicherheitsbeirat. Probleme gibt es vor allem auf dem Gehweg im Ampelbereich Ecke Ludweilerstraße/Rathausstraße. Zu den Fußgängern, die dort auf Grün warten, gesellen sich auch Radler. Sie kommen von der neuen Rampe, die vom Saar-Radweg hinauf zur Brücke führt. Den abgesenkten Bordstein an der Ampel nutzen sie, um auf die Straße zu wechseln. Auf dem Bürgersteig dürfen sie nach dem Erklimmen der Rampe nicht weiter Richtung Innenstadt rollen. Der Gehweg ist allein für Fußgänger reserviert.

Das soll sich ändern. Der Beiratsvorsitzende Werner Michaltzik berichtete von einem Ortstermin im August, bei dem neben dem Sicherheitsbeirat und der Verwaltung auch der Seniorenbeirat vertreten war. Im Neuen Rathaus erläuterte Michaltzik die Lösung der Stadt. Für Biker wird der Bürgersteig in der Kurve gesperrt - von der Einmündung der neuen Rampe bis zur Einmündung Hallerstraße. Über die Straße Alter Haller kann der Bereich umfahren werden.

"Das ist ein sicherer Weg", sagte Michaltzik. Eine weitere geplante Änderung: Ab der Einmündung der Rampe wird der Gehweg Richtung Innenstadt für Radler freigegeben.

Ein Wermutstropfen: Nach dem Überqueren der Saar müssen Biker, die sich korrekt verhalten, vor der Gleisbrücke auf die Straße wechseln. Grund ist der mangelnde Absturzschutz, das Geländer dieser Brücke ist zu niedrig. Werner Michaltzik rechnet aber damit, dass die vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) zugesagte Geländererhöhung bis Ende des Jahres erledigt ist. Dann wäre der Weg durchgehend frei für die Radler. Sie seien allerdings verpflichtet, Schritttempo zu fahren, erläuterte der Beiratsvorsitzende. Er geht davon aus, dass Radler und Fußgänger gut miteinander klar kommen werden.

Auch Hans Holderbaum, der Fahrradexperte des Beirates, stimmte den Plänen der Stadt zu. Er sprach von einer "zumutbaren Entscheidung". Das Mitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) warb während der Sitzung für die Teilnahme am ADFC-Fahrradklima-Test 2016.

Alle zwei Jahre können Bürgern die Fahrradfreundlichkeit von Kommunen beurteilen. Es geht zum Beispiel um den Zustand der Radwege und -spuren. Damit eine Stadt gelistet wird, muss sie von 50 Teilnehmern bewertet werden.

Beim letzten Test erhielt die Hüttenstadt die Note "ausreichend". Mit Platz 251 landete sie im unteren Mittelfeld der fahrradfreundlichsten Städte ihrer Größe. Alle Infos zum Test gibt es im Internet.

fahrradklima-test.de