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JU für Hochschule der Großregion

Merzig. Für die JU ist die Stadt Merzig der ideale Standort für die gemeinsame Wirtschaftshochschule der Großregion – wegen ihrer zentralen Lage hinsichtlich der Städte Metz, Luxemburg, Trier und Saarbrücken. red

Bereits seit zwei Jahren setzt sich die Junge Union im Kreis Merzig-Wadern für eine gemeinsame Wirtschaftshochschule der Großregion ein. "Die Universität des Saarlandes und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW)müssen sparen. Jetzt macht unser Vorschlag zur internationalen Hochschule noch mehr Sinn", sagt der JU-Kreischef Philip Hoffmann. Hier sei eine Kooperation mit Frankreich und Luxemburg nötig, betont er. Im Umkreis von rund 60 Kilometern von Merzig in der Mitte der QuattroPole-Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier befänden sich vier Universitäten und zwei Hochschulen mit Studiengängen der Wirtschaftswissenschaften. Diese Studiengänge gelte es zusammenzulegen oder so zu organisieren, dass die Hochschulen durch europäische Hilfen davon profitieren könnten. Laut der Jungen Union ist der ideale Ort für die Hochschule Merzig. "Es liegt geografisch genau in der Mitte dieser vier Städte. Frei gewordene Gebäude wie beispielsweise das alte Katasteramt bieten sich geradezu dafür an", meint Hoffmann. Das Erlernen der Mehrsprachigkeit solle nicht verpflichtend sein, könnte aber durch bestimmte Anreize gefördert werden. Der JU-Kreis-chef weiter: "Unterrichtsangebote auf Französisch, Deutsch, Englisch und Luxemburgisch können dazu beitragen, dass die Absolventen nach ihrem Studium die vier Sprachen der Großregion fließend beherrschen. Die HTW und die Université de Lorraine haben bereits einen gemeinsamen Wirtschaftsstudiengang." Um weitere Synergien zu erreichen, könnte in einem ersten Schritt eine Ausweitung auf Luxemburg erfolgen. In einem weiteren Schritt wäre auch die Einbeziehung der Hochschule in Kaiserslautern denkbar. "Jedenfalls macht es wenig Sinn, dass sich mehrere Hochschulen in einem kleinen Umkreis auf die gleichen Schwerpunkte spezialisieren und konkurrieren statt zu kooperieren", meint Hoffmann.

Nach seiner Vorstellung könnte in Merzig ein wichtiger internationaler Standort für die Hochschullandschaft der Großregion entstehen. Diese könnte auch als Kaderschmiede für die Ausbildung der perfekten Fachkräfte der neuen Frankreich-Strategie der Landesregierung dienen. "Eine weitere große Chance für unsere Großregion kann die Einbeziehung des nur 45 Kilometer von Merzig entfernten neu entstehenden Chinesisch-Europäischen Handelszentrums sein. Dort entstehen 3000 neue Arbeitsplätze", meint Hoffmann. Erhat auch schon einen Namen für die neue Hochschule in Merzig: "QuattroPole-Business-School". Neben der Vielsprachigkeit könnte die Hochschule auch durch das Angebot von Doppelabschlüssen Studenten der Großregion und aus ganz Europa anziehen. "Die QuattroPole-Business-School wäre eine perfekte Ergänzung zum Schengen-Lyzeum. Ich sehe hier eine große Chance zur langfristigen Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Großregion", fügt der stellvertretende JU-Kreischef Michael Gillenberg hinzu.