FCS tritt mit Neuzugang Dadashov in Mannheim an

Der 1. FC Saarbrücken spielt an diesem Samstag bei Waldhof Mannheim. Erstmals im Aufgebot ist Rufat Dadashov. Der Neuzugang vom SVN Zweibrücken war bis Mittwoch noch mit der Nationalelf Aserbaidschans unterwegs.

Zweibrücken , Moskau , Baku , Neuweiler - das waren die jüngsten Stationen im Fußball-Leben des Rufat Dadashov. Am Mittwochmorgen gelandet, abends Augenzeuge des 12:0-Erfolges im Saarlandpokal-Spiel seines neuen Clubs beim Landesligisten FC Neuweiler , hat der Nationalspieler Aserbaidschans am Donnerstag erstmals beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken mittrainiert. Der Neuzugang vom Liga-Konkurrenten SVN Zweibrücken ist von seiner neuen Mannschaft und dem Trainer angetan. "Ich bin erst einen Tag da und fühle mich schon vollkommen angekommen und aufgenommen", sagt der 22-Jährige: "Ich bin froh, dass die Länderspiel-Reise vorbei ist. Jetzt bin ich zu 100 Prozent beim FCS."

Diese Länderspiel-Tour verlief nicht erfolgreich. In Moskau unterlagen die vom ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts betreuten Aserbaidschaner mit 0:4 im Testspiel gegen Russland. In Baku setzte es in der Europameisterschafts-Qualifikation ein 1:2 gegen Bulgarien . "Im Spiel gegen Russland hat der Trainer viel getestet, in der Partie gegen Bulgarien ist es unglücklich gelaufen", sagt Dadashov: "Herr Vogts hat mich vor gut einem Jahr erstmals zur Nationalmannschaft geholt. Er ist von der alten Schule. Was er in Aserbaidschan aufgebaut hat, ist Wahnsinn."

Dadashov wurde in Baku geboren, verbrachte aber die Kindheit in Deutschland. Die Eltern leben in Taunusstein, die Großeltern noch in Aserbaidschan. "Baku ist mittlerweile wunderschön, alles rundherum ist sehr arm", beschreibt er. Dadashovs Verpflichtung wurde nach der Verletzung von Felix Luz notwendig. Da passte es, dass der 22-Jährige seinen Vertrag bei den finanziell angeschlagenen Zweibrückern auflösen konnte.

"Rufat ist ein typischer Stoßstürmer, das Pendant zu Matthew Taylor", erklärt FCS-Trainer Fuat Kilic. Während Taylor für das Spiel an diesem Samstag bei Waldhof Mannheim (14 Uhr) gesetzt ist, wird der Neuzugang wohl auf der Bank Platz nehmen. "Die Mannschaft spielt einen guten Fußball und der Spielstil passt zu mir", sagt Dadashov, "die Integration wird schnell gehen".

Ob es in Mannheim zum Wiedersehen der Brüder Sven und Marcel Sökler kommt, ist offen. Marcel, von 2012 bis 2013 beim FCS, spielt für Waldhof. Er laboriert aber an einem Bänderanriss im Knie. "Unserer Mama würde gefallen, wenn beide Söhne ein Tor schießen und das Spiel 1:1 ausgeht", sagt FCS-Spielmacher Sven Sökler: "Aber es ist klar, dass wir beide gewinnen wollen."