Da kam es auch auf Zehenspitzengefühl an

Wozu Füße außer zum Gehen noch nützlich sind, konnten Kinder, Eltern, Erzieher und Gäste im Kindergarten Abenteuerland Fitten-Ballern erleben. Anlass der Aktion war der internationale Tag des Fußes.

"Mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen", "Auf eigenen Füßen stehen" oder "Jemandem zu Füßen liegen" - Füße werden gerne als sprachliche Bilder genutzt. Wer mit beiden Füßen fest auf dem Boden steht, der ist geerdet, der läuft nicht Gefahr abzuheben. Unabhängig sein, für sich selbst Verantwortung übernehmen: So jemand steht auf eigenen Füßen.

Und ganz praktisch tragen einen die Füße durchs Leben. Sie werden in modische, wenn auch oft unbequeme Schuhe gequetscht, auf ihnen ruht das gesamte Gewicht, sie sind wichtig um das Gleichgewicht zu halten. Und doch sind sich viele Menschen und gerade Kinder ihrer Füße nicht bewusst.

Um das zumindest ein Mal im Jahr zu ändern, wurde der Tag des Fußes ins Leben gerufen. Und wozu man Füße außer zum Gehen noch nutzen kann, ja was sie tatsächlich alles können, das durften Kinder, Eltern , Erzieher und Gäste im Kindergarten Abenteuerland Fitten-Ballern erleben.

Zum Tag des Fußes bot das Organisationsteam mit Helfern und Sponsoren sowohl den Kleinen, als auch den Erwachsenen ein vielseitiges Programm. Geschicklichkeit war dabei genauso gefragt, wie "Zehenspitzengefühl". In der Wasserstation des Kneippvereins konnten die Kleinen in Pools nach verschiedenen Gegenständen angeln - natürlich mit den Füßen. Gar nicht so einfach, denn dabei ist eine Menge Konzentration, Koordination und Gleichgewicht gefragt.

Das spürten auch die Erwachsenen, die das natürlich ebenfalls probieren wollten. Auf der großen Wiese hatte der Waldkindergarten eine Fußfühlstraße mit unterschiedlichen natürlichen Materialien aufgebaut. An den Füßen fühlt sich das alles ganz unterschiedlich an, manches kitzelt, manches kribbelt und manches ist angenehm weich. Für die Kinder war es ganz spannend, das bewusst zu erfühlen.

Die Mitarbeiter und Inhaber der Firma "Das kleine Förderspiel" boten unter anderem die Möglichkeit, mit den Füßen zu malen, die Füße in Bottichen mit Kräutern und Blüten zu baden und diese von einem in den anderen zu befördern oder mit den Füßen Gegenstände in die Löcher einer Box zu legen.

"Das ist total schwer, da muss man sich ganz doll anstrengen. Aber es ist auch cool, das alles zu probieren", fanden die Kinder, die sich gerne jeder Aufgabe stellten. Kreativität war in der oberen Etage des Kindergartens gefragt. Dort durften die Kinder mit ihren Füßen in Kisten mit Farbe steigen und anschließend auf Laken ihre bunten Fußabdrücke hinterlassen. Das alles war aber nur eine kleine Auswahl von vielen Angeboten, die sich alle rund um die Füße drehten.

"Wir haben diesmal, bei unserem zweiten Tag des Fußes eher einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Für die Kinder gibt es im ganzen Haus viel zu entdecken und auszuprobieren.

Aber wir haben auch für die Erwachsenen, also Eltern , Erzieher oder Besucher aus anderen Institutionen Angebote konzipiert", erklärt Beate Kerber, die Leiterin des Kindergartens.

Unter anderem waren dies Vorträge von Diplom-Psychologin Judith Kost und Ergotherapeutin Simone Witting. Bei beiden spielte der Zusammenhang zwischen mentalen, emotionalen und körperlichen Aspekten eine große Rolle. Und da man mit Füßen nicht nur laufen oder gehen kann, zeigten die Kleinen des Kindergartens zu Musik und Liedern fröhliche Tänze, bei denen alle mitmachen konnten.