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70 Studenten wollen kostenlos wohnen und dabei Senioren helfen

70 Studenten wollen kostenlos wohnen und dabei Senioren helfen

Saarbrücken. Das generationenverbindende Wohnprojekt "Wohnen für Hilfe" erfährt offenbar großen Zuspruch bei den Studenten im Saarland. Der generationsübergreifende Gedanke des auf zwei Jahre angelegten Projekts: Studenten sollen mietfrei im Haus oder in der Wohnung eines älteren Menschen wohnen und als Gegenleistung im Haushalt, beim Einkaufen und im Garten helfen

Saarbrücken. Das generationenverbindende Wohnprojekt "Wohnen für Hilfe" erfährt offenbar großen Zuspruch bei den Studenten im Saarland. Der generationsübergreifende Gedanke des auf zwei Jahre angelegten Projekts: Studenten sollen mietfrei im Haus oder in der Wohnung eines älteren Menschen wohnen und als Gegenleistung im Haushalt, beim Einkaufen und im Garten helfen.Bis kurz vor Beginn des Wintersemesters haben sich rund 70 Studenten der saarländischen Uni beworben, sagt Dieter Horn vom Studentenwerk. Zwischen 18 und 20 Studenten seien bereits vermittelt. Der Männeranteil der Studenten zwischen 18 und 29 Jahren sei höher als der Frauenanteil. Sogar acht Studentenpaare, zum Teil verheiratet, seien in der Gruppe der Bewerber. Und - kurioserweise - ein 62-jähriger Rentner, der aber nicht an der Uni immatrikuliert sei.Das Profil der meisten Vermieter: Frauen, die oftmals in großen Häusern allein leben, Probleme haben ihren Garten zu pflegen und Angst davor haben, allein zu wohnen. Die bislang älteste Frau, die am Projekt teilnimmt, ist 88 Jahre alt. Im Schnitt liegt das Alter der Bewerber zwischen 50 und 60 Jahren. In der Nähe der Saarbrücker Uni, etwa am Homburg und am Rotenbühl, in den Saarbrücker Stadtteilen Schafbrücke, Herrensohr, Güdingen, Gersweiler, aber auch in St. Ingbert-Rentrisch, Friedrichsthal, Völklingen und Püttlingen wohnen die Studenten dann mietfrei. Aber auch neue Wohnformen, die ursprünglich gar nicht vorgesehen waren, ermöglicht "Wohnen für Hilfe": Das evangelische Altenheim am Steinhübel in Saarbrücken will zum Beispiel einen kompletten Trakt für maximal 20 Studenten zur Verfügung stellen, so Horn. Allerdings müsste ein Student 200 Euro Miete zahlen und jeden Monat acht Stunden Altenhilfe leisten. bera