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Drogenkriminalität
Rauschgift-Handel im großen Stil: Anklage gegen Saarbrücker Frisörin

Bergeweise Drogen: Wegen Handels damit soll sich eine Saarbrückerin vor Gericht verantworten (Symbolbild).
Bergeweise Drogen: Wegen Handels damit soll sich eine Saarbrückerin vor Gericht verantworten (Symbolbild). FOTO: Thomas Frey / dpa
Saarbrücken. Mit 18 Kilo Aufputschmittel und weiteren Drogen soll eine 31-Jährige gedealt haben. Über sie kamen die Ermittler auch an Hintermänner, meldet die Staatsanwaltschaft. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Enorme Mengen an Amphetaminen soll eine Frau aus Malstatt an ihre Kunden gebracht haben. Innerhalb von elf Monaten vertickte sie 18 Kilo der heißen Ware und kassierte dafür Tausende Euro. Das wirft ihr die Saarbrücker Staatsanwaltschaft vor. Wie deren Pressesprecher Christoph Rebmann schriftlich mitteilt, soll sich die 31-Jährige dafür nun vor dem Landgericht verantworten. Seine Behörde erhob Anklage wegen Drogenhandels. Unterdessen sitzt die Mutter eines Kleinkindes im Zweibrücker Knast in Untersuchungshaft.


Wie es in der Mitteilung heißt, steckte ein Informant den Ermittlern den entsprechenden Hinweis auf die illegalen Machenschaften der arbeitslosen Frisörin. So soll sie sich die heiße Ware bei sieben Geschäften beschafft haben. Es geht dabei um 18 Kilo Aufputschmittel, die sie dann binnen elf Monate an ihr Klientel, hauptsächlich im Saarbrücker Stadtteil Malstatt, brachte. Den Stoff soll ihr ein Pole beschafft haben. Dieser Lieferant sei mittlerweile ebenfalls festgenommen.

Wegen der Aussage des geschützten Zeugen, dem die Ermittler Vertraulichkeit zugesichert hatten, schnappte die Falle am 21. Dezember vergangenen Jahres zu. Bei der Festnahme der mutmaßlichen Dealerin entdeckten die Beamten in ihrer Wohnung unter anderem fünf Kilogramm Amphetamine, weiteres Rauschgift sowie 18 000 Euro, wobei es sich um Einnahmen aus den dubiosen Geschäften handeln soll. Im Anschluss nannte die Frau den Namen desjenigen, der ihr die Dealerware besorgte, und einige ihrer Abnehmer. Wegen dieser Mithilfe, den Fall aufzuklären, kann sie mit einem milderen Urteil rechnen, sollte es zu einem Prozess kommen. Ein Termin steht noch nicht fest.