Kolumne : Schräger Schlossherr

Er hat einen rausgehauen, der nur schwer wieder einzufangen ist: Peter Gillo. Da sieht man in einem kleinen Facebook-Video seit längerem schon den Regionalverbandsdirektor mit tierisch neckischem Mützchen.

Es streiten sich die Geister, ob das jetzt tatsächlich ein Eisbären-Kostümierversuch in närrischen Zeiten ist, oder ob dem Chef im Saarbrücker Schloss ein Dalmatiner angedreht worden ist. Jedenfalls singt der Mann in selten schräger Manier ein kleines Liedchen, das vor vielen Jahren die Band Grauzone auf den Markt gebracht hat: „Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar“. Es folgen ein paar weitere Gaga-Zeilen, die wir uns auch nicht erspart haben: „Dann müsste ich nicht mehr schrein. Alles wär so klar. Eisbärn müssen nie weinen. Eisbärn müssen nie weinen. Eisbärn müssen nie weinen. Eisbärn müssen nie weinen.“ Schön, dass Sie tapfer durchgehalten haben. Das hat auch der Schlossherr Gillo. Es sieht ganz danach aus, als sei er stocknüchtern gewesen, als er sich die putzige Fellmütze aufgesetzt und diese Zeilen geträllert hat. Andere Leute brauchen dafür sicherlich ab zwei Promille aufwärts. Übrigens: Peter Gillo wurde gerade von der SPD mit 98,1 Prozent zum Kandidaten für die Direktwahl des Regionalverbandsdirektors gewählt.