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Neuer Reiseführer soll Luxemburg, Metz, Saarbrücken, Trier schmackhaft machen

Reiseführer von Quattropole : Ein Reiseführer für die Großregion

Erstmals werden die Sehenswürdigkeiten in Metz, Trier, Luxemburg und Saarbrücken gemeinsam vorgestellt.

„Eine grüne Oase am Stadtrand.“ „Auf allen Wegen wird deutsch und französisch gebabbelt, auch die Enten- und Gänsescharen auf dem Deutschmühlenweiher schnattern zweisprachig.“ So huldigt ein neuer Reiseführer dem Deutsch-Französischen Garten (DFG) augenzwinkernd unter der Rubrik „Pause. Einfach mal abschalten“. Der DFG ist eine von mehreren Sehenswürdigkeiten in Saarbrücken, die der Reiseführer „Luxemburg, Metz, Saarbrücken, Trier“ bewirbt. Quattropole, der Zusammenschluss der vier Städte, setzt sich seit dem Jahr 2000 unter anderem dafür ein, ein gemeinsames Bewusstsein in der Bevölkerung zu entwickeln (die SZ berichtete). Der Reiseführer ist zweisprachig; je nachdem, wie man ihn aufschlägt, finden die Leser jeweils 126 Seiten auf Deutsch oder Französisch.

Der Landeshauptstadt wurden 27 Seiten eingeräumt. Neben einer detaillierten Beschreibung von Ludwigskirche und Ludwigsplatz führt der Reiseführer den St. Arnualer Markt, das Saarbrücker Schloss und die Kirche St. Johann samt Umgebung „zum direkten Eintauchen“ auf. Als Gegenstück zur Ruhe im DFG präsentiert das Buch die belebte Stadtmitte am Fluss und beschreibt, wie sich die Saar als „Lebensader und Mittelpunkt der Stadt“ an grillenden Saarländern am Staden und an flanierenden Bummlern an der Berliner Promenade vorbeischlängelt. Auch die Saarbrücker Museenlandschaft und „The Urban Art Walk“ stellen die Autoren vor. Die Völklinger Hütte schien ihnen so bedeutend, dass sie das Unesco-Weltkulturerbe als einzigen Ausflugstipp außerhalb Saarbrückens in das Kapitel aufnahmen.

In Luxemburg zählen die Autoren den Wenzel-Rundweg und das Musée Nationale d’ Histoire et d’Art zu sehenswerten Anlaufstellen, in Metz sind es unter anderem das Herz der Stadt und die Cathédrale Saint-Étienne, in Trier die Porta Nigra und das Amphitheater. Hinzu kommen typische Besonderheiten der Städte, Restaurant-, Übernachtungs- und Einkaufsempfehlungen und Tipps für Nachtschwärmer.

Durch die klare Struktur und einen durchgängig locker-heiteren Schreibstil ist das Buch insgesamt übersichtlich und unterhaltsam. Den ortstypischen Wörtern und Redewendungen, die am Ende des Reiseführers angeschnitten werden, hätten die Herausgeber allerdings ruhig noch mehr Platz einräumen können. Der Reiseführer ist im DuMont-Verlag erschienen und kostet 14 Euro.