Anwohner haben viele Fragen neuen Wohngebiet im Füllengarten in Burbach

Füllengarten : Baugebiet: Anwohner sind skeptisch

Das neue Wohngebiet im Burbacher Füllengarten stößt auf Skepsis bei den Anwohnern. Das wurde bei einer Info-Veranstaltung der Stadtverwaltung deutlich.

Viele Anwohner waren am Montag in den Grundschulanbau gekommen. Nachdem Stadtplaner Ivo Müller zunächst über die Geschichte des Bauvorhabens informiert hatte, stellten die Zuhörer schon erste Fragen. Etwa nach einem Bunker, der auf dem Gelände gewesen sein soll. Müller sprach von Stollen, die aber alle verfüllt seien. Auch drohende Bergschäden wurden zur Sprache gebracht. Einige Anwesende berichteten, sie hätten mit ihren älteren Häusern über Jahrzehnte damit kämpfen müssen.

34 Reihenhäuser sollen entstehen

Die Deutsche Reihenhaus AG durfte ausführlich ihr Vorhaben vorstellen. 34 Reihenhäuser sollen im Burbacher Füllengarten entstehen (die SZ berichtete). Was die Anwohner mehr interessierte, zeigte sich schon mittags, als Oberbürgermeisterin Charlotte Britz vor Ort war. Was passiert mit den Bäumen? Einige müssten wohl zu Gunsten des Bauvorhabens fallen und per Gesetz an anderer Stelle ersetzt werden. Die Alteingesessenen wünschen sich Bäume zwischen den Grundstücken, vor allem als Sichtschutz. „Es handelt sich um Gemeinschaftsbäume, welche die Eigentümergemeinschaft pflegen oder pflegen lassen muss“, ließ die Verwaltung wissen. Einige Anwohner fürchten auch mehr Verkehr.

Auf den Flächen der alten Füllengartenschule

Die Reihenhäuser entstehen auf den Flächen der alten Füllengartenschule und angrenzend südlich der Weserstraße. Die Pläne präsentierten Charlotte Britz und die Investoren gemeinsam. Bei der Vergabe der städtischen Grundstücke im Füllengarten habe die Verwaltung Wert darauf gelegt, preiswerten Wohnraum insbesondere für Familien zu ermöglichen. So soll ein Reihenmittelhaus mit rund 120 Quadratmetern rund 185 000 Euro und ein Haus mit 145 Quadratmetern rund 205 000 Euro kosten. Ein Reihenhausblock soll direkt in der Nähe der Grundschule an der Weserstraße stehen, ein weiterer bildet einen neuen Straßenzug zwischen Neckarstraße und der Straße Am Füllengarten. Der Verkauf soll in Kürze starten.

Carsten Rutz, Vorstand der Deutschen Reihenhaus AG, erklärte, je  nachdem, wie groß die Nachfrage sei, soll ab Mitte/Ende Oktober bereits gebaut werden. Die ersten Hausbesitzer könnten bereits im nächsten Jahr einziehen. Britz erklärte: „In Saarbrücken sollen bis 2030 insgesamt 3300 neue Wohneinheiten realisiert werden, sowohl von städtischer Seite als auch von privaten Investoren. In letzter Zeit sind viele Wohnungen und Häuser im höheren Preissegment entstanden, es ist jedoch genauso wichtig, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das Wohngebiet Füllengarten ist dabei ein wichtiger Baustein.“

Neben bezahlbarem Wohnraum fänden Familien im Füllengarten mit der Kindertagesstätte und der Gebundenen Ganztagsgrundschule ein gutes Bildungsangebot. Baudezernent Professor Heiko Lukas sagte am Rande des Pressetermins: „Mit einem Investorenwettbewerb ist es uns gelungen, die Ziele des städtebaulichen Nutzungskonzeptes Füllengarten umzusetzen.“

Der Stadtrat hatte im Dezember 2017 auch den Bau einer zusätzlichen Grundschule im Füllengarten in der Georg-Heckel-Straße beschlossen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung