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Hinter den Kulissen: Zu Gast im Büro des Ophüls-Festivals

Reportage : „Alle haben gute Laune, haben Lust“

Ein Besuch im neuen Büro des Festivals Max Ophüls Preis. Am Montag geht es los. Vor dem Startschuss herrscht gespannte Ruhe im Team.

Der größte Teil der Arbeit ist eine Woche vor Beginn getan für das Team des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Das ist spürbar im Festivalbüro, das im Quartier Eurobahnhof eingerichtet wurde.

Das Team ist gut vorbereitet, es herrscht eine konzentrierte, positive Stimmung, so auch bei Büroleiterin Andrea Wenger. Für sie ist es das 13. Festival, an dem sie beteiligt ist. Unter anderem kümmert sie sich um die Festivalpaten. „Das sind Privatmenschen, die das Festival und den Film lieben und uns unterstützen. Wir freuen uns über die stetig wachsende Zahl der Unterstützer“.

Die Stimmung im Büro sei sehr gut. Richtig viel zu tun gäbe es diese und nächste Woche, sagt Wenger. Trotzdem seien alle locker drauf. „Es geht ja nicht um Leben und Tod, es geht um Spaß. Wir sind für die Filmemacher da, für die Gäste, und wollen, dass es allen Spaß macht.“ Was man schließlich nicht habe, scherzt sie, sei „ein OP-Tisch, wo wir am offenen Herzen operieren.“

Tina Altmayer macht die Organisationsleitung. Sie selbst bezeichnet sich als „die Verwaltung im Hintergrund“. „Ich kümmere mich hauptsächlich um Finanzen, Personal, Verträge und Rechnungen, das fließt alles über meinen Schreibtisch“, erklärt sie.

Wenngleich sie nicht an der Front sei, würde der Stress auch für sie größer, je näher das Festival rückt. Das kümmert Altmayer aber wenig, denn: „Es macht einfach total viel Spaß mit dem Trubel und der ganzen Begeisterung, die einem da entgegenschlägt.“ Die Freude am Job ist ihr anzusehen, als sie das sagt.

Susina Lange ist im Team die Leiterin der Kommunikation. Sie kümmert sich um die saarländischen Medienvertreter und ums Zielgruppenmarketing. „Dabei geht es darum, dass wir Infotage organisieren und Menschen ansprechen, die noch nie beim Filmfestival waren, wie zum Beispiel Studierende der HTW Saar und der Universität des Saarlandes“. Lange hat auch in der Festivalwoche noch viel zu tun und wird daher eher keine Zeit finden, ins Kino zu gehen. Bei ihr herrscht dennoch „Vorfreude und angenehme Anspannung“.

Als einer der wenigen Männer im Team ist Justin Klein fürs Kinomanagement zuständig. „Das ist manchmal komisch, wenn man eine Teamsitzung hat und nach links und nach rechts guckt, dass da überwiegend Frauen sitzen, aber ich habe kein Problem damit“, sagt er. Seine „persönliche Deadline“ war schon letzte Woche, sodass auch er gut vorbereitet der nächsten Woche entgegensieht. „Die Planung steht, es gibt höchstens noch kleine Änderungen durch Absagen, aber das kriegen wir hin.“

Klein kümmert sich auch um die freiwilligen Helfer, für die sei er während des Festivals „Problemlöser und Festivalvater“. In den ersten Tagen sei vermutlich noch viel zu tun, da werde er sich keinen Film anschauen, aber an den letzten Tagen ginge das wohl. Auch er beschreibt die Stimmung im Büro als sehr gut: „Alle haben gute Laune, haben Lust. Viele können es kaum mehr erwarten, dass es endlich losgeht.“

Nicht mehr an vorderster Front des Vorverkaufs befindet sich Karin Gadziala, die zum ersten Mal den Ticketverkauf leitet – davor war sie schon fünf Jahre Mitorganisatorin. Jetzt spricht sie sich mit den einzelnen Kinos ab über die Organisation des Kartenverkaufs und steht in Kontakt mit dem Ticket-Anbieter.

Was die Verkaufs-Software betrifft, sei die Hauptarbeit schon getan. Aber in der Festivalwoche wird Gadziala mit ihrer Kollegin Theresa Kürth im CineStar vor Ort sein, dort die Kartenkontingente überwachen, mit den Ressorts und Kinos kommunizieren. Der Stress sei nach der „Blauen Stunde“, dem offiziellen Vorverkaufsstart, noch mal etwas abgeflacht, schildert sie, dennoch gebe es immer noch viele Kleinigkeiten zu erledigen.

Der Kartenvorverkauf läuft im CineStar, im Filmhaus, in der Europagalerie und erstmals auch im FourSide Hotel in der Faktoreistraße. Das nutzt zum Beispiel Marion Durand aus Völklingen. Bei der „Blauen Stunde“ in Lolas Bistro hatte ihr das Prozedere zu lange gedauert, also ging sie in die Europagalerie. „Doch da hatte eine Dame 40 Karten gekauft, das hat ewig gedauert, da hat mir die Dame von der Information gesagt, dass man hier auch Karten kaufen kann.“ Die neue Vorverkaufsstelle hat auch den Vorteil, dass man sich dort ganz gemütlich aufhalten und im Festivalkatalog blättern kann.

Andrea Wenger ist locker drauf – wie eigentlich alle im Team. Foto: Sebastian Dingler
Justin Klein arbeitet mit vielen Frauen zusammen. Foto: Sebastian Dingler
Karin Gadziala leitet zum ersten Mal das Ticketing. Foto: Sebastian Dingler

Infos über Festivalfilme, Karten und mehr unter www.ffmop.de.