Neuer Kreisverkehr soll Entlastung bringen

Der neue Kreisverkehr in Alt-Saarbrücken ist gestern eingeweiht worden. Sieben Monate dauerten die Bauarbeiten. In deren Verlauf wurden auch zwei Bushaltestellen um- und eine Mittelinsel errichtet.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger haben gestern den neuen Kreisverkehr in Alt-Saarbrücken eingeweiht. Mit diesem hat das Industriegebiet Süd nun über die Untertürkheimer Straße eine direkte Anbindung an die Autobahn. Durch diese Anbindung, teilt die Stadt mit, "verbessert sich die Verkehrssituation in der Metzer Straße". Neben dem Kreisverkehr seien in dem Bereich auch zwei Bushaltestellen umgebaut worden, "so dass sie nun den Bedürfnissen behinderter Menschen angepasst sind". Zudem habe man eine Mittelinsel eingebaut, als Querungshilfe.

"Eine Studie hat gezeigt, dass diese neue Verkehrsführung die bisher kritische Verkehrssituation im Umfeld des Kreisels Metzer Straße/Untertürkheimer Straße deutlich entlasten wird. Die Rückstaus in der Metzer Straße werden besonders zum Schichtwechsel bei ZF kürzer. Damit profitieren die Anwohner vom neuen Kreisverkehr, denn weniger Verkehr bedeutet auch weniger Lärm und Abgase", erklärte Charlotte Britz. Anke Rehlinger betonte die "große Bedeutung" des Baus eines zweiten Kreisverkehrs "im vollständig belegten Industriegebiet Süd". "An dem ersten Kreisel kam es in Schichtwechselzeiten immer wieder zu Staus. Wir sorgen nun für eine verkehrliche Entlastung für die Unternehmen, Verkehrsteilnehmer und Anwohner und fördern zugleich den Wirtschaftsstandort Saarbrücken."

Die Bauzeit für den Kreisverkehr, Bushaltestellen und Mittelinsel betrug sieben Monate. Die Arbeiten wurden am 17. September abgeschlossen. Die Kosten inklusive der endgültigen Beschilderung und Begrünung belaufen sich laut Stadt auf rund 940 000 Euro.

Die Maßnahme wird über das Landesprogramm zur Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr gefördert. Damit übernimmt das Land 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten für den Kreisverkehr. Die Umgestaltung der Bushaltestelle "Industriegebiet Süd", so informiert die Stadt, wird über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz-Programm (GVFG) bezuschusst. Damit sind 75 Prozent der anrechenbaren Baukosten über GVFG-Mittel gefördert worden. Der Kreisverkehr und die zugehörigen Anschlussstrecken sind nach Fertigstellung in die Baulast des Bundes übergegangen.

Die jetzt vorhandene vorläufige wegweisende Beschilderung, so heißt es abschließend, wird in den nächsten Wochen durch die endgültige Wegweisung ersetzt.

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