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Saarbrücken: Shisha-Bars müssen sich an klare Regeln halten

Gesundheitsgefahr bannen : Nach heftigen Verstößen – Saarbrücken gibt Shisha-Bars strenge Regeln vor

Mehr Sicherheit für Gäste in Shisha-Bars: Nach zahlreichen Verstößen gegen die Höchstmenge an Kohlenstoffmonoxid zieht die Landeshauptstadt Saarbrücken bei den Gaststättenbetreibern die Zügel an. Und die Barbetreiber bekommen zwei Wochen Zeit.

Um den Aufenthalt in Shisha-Bars in Saarbrücken sicherer zu machen, hat die Landeshauptstadt am Mittwoch (8. September) eine Allgemeinverfügung zum Umgang mit Wasserpfeifen in Gaststätten veröffentlicht. So soll der Gesundheits- und Brandschutz in den Lokalen verbessert werden. „Shisha-Bars sind durchaus beliebt und Teil jeder großstädtischen Gastro-Kultur. Doch leider entstehen immer wieder Gefahren aufgrund von fehlender oder falscher Belüftung“, sagt Verwaltungsdezernent Sascha Grimm.
Bei Kontrollen in Shisha-Bars seien in der Vergangenheit vermehrt Verstöße gegen die zulässige Höchstmenge an Kohlenstoffmonoxid festgestellt worden. Einige Betriebe seien zum wiederholten Mal nicht der Aufforderung nachgekommen, die Grenzwerte einzuhalten. Die Allgemeinverfügung soll dem Ordnungsamt nun eine bessere Handhabe verschaffen, um Verstöße zu sanktionieren.

An folgende Regeln müssen sich Shisha-Bars in Saarbrücken künftig halten:

  • Durch eine Lüftungsanlage muss sichergestellt werden, dass der gesetzlich vorgeschrieben Grenzwert eingehalten wird.
  • Zur Überwachung der Co-Konzentration muss der Anzündebereich für die Kohlen und die Gasträume mit Co-Warnmeldern ausgestattet werden.
  • Der Anzündebereich muss zusätzlich mit einem Rauchabzug ausgestattet werden, der während des Anzündens sowie während der Lagerung glühender Kohlen in Betrieb sein muss.
  • Im Anzünde- und im Thekenbereich muss jeweils ein tragbarer Feuerlöscher vorhanden sein.
  • An der Eingangstür muss folgender Hinweis angebracht werden: „Achtung! Bei der Zubereitung und dem Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) entsteht Kohlenstoffmonoxid (CO). Hierdurch können erhebliche Gesundheitsgefahren entstehen, insbesondere für Schwangere und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zutritt für Minderjährige nicht gestattet.‟
  • Das Ordnungsamt muss über die fachgerechte Installation der Lüftungsanlagen und der Rauchabzüge informiert werden.

Die Allgemeinverfügung tritt zwei Wochen nach der Veröffentlichung in Kraft. So lange haben die Gaststättenbetreiber die Möglichkeit, ihre Räume entsprechend anzupassen. Die Stadtverwaltung kündigt bereits Kontrollen des Ordnungsamtes an.