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Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“
Glücksmoment für notleidende Kinder

Mareike Debold ist Ansprechpartnerin im Köllertal für die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Bürgermeister Klaus Häusle begrüßt das Engagement der Neu-Riegelsbergerin.
Mareike Debold ist Ansprechpartnerin im Köllertal für die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Bürgermeister Klaus Häusle begrüßt das Engagement der Neu-Riegelsbergerin.
Riegelsberg. Mareike Debold aus Riegelsberg kümmert sich um die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Von Monika Jungfleisch

Bei ihrem Wunsch, mit einfachen Mitteln etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun, ist Mareike Debold vor einigen Jahren auf die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ aufmerksam geworden. In ihrer pfälzischen Heimat hat die examinierte Altenpflegerin stets vor Weihnachten kräftig Schuhkartons mit neuwertiger Kinderkleidung, Bastel-, Mal- und Schulsachen, haltbaren Süßigkeiten, Hygieneartikeln und selbstgestrickten Socken gefüllt und diese für hilfsbedürftige Kinder in aller Welt abgegeben.


Als sie nun der Liebe wegen nach Riegelsberg übersiedelte, wollte die 26-Jährige wieder Schuhkartons packen und Kinderherzen höherschlagen lassen. Doch in ihrer neuen Heimat fand sie nur wenig Abgabestellen geschweige denn so genannte Sammelpunkte für die Weihnachtsaktion. Kurzentschlossen hat sie nun diese Lücke gefüllt, zumindest für Riegelsberg. Ab sofort können gefüllte Schuhkartons bei ihr in der Rathausstraße 19 abgegeben werden. Dort können auch passende Kartons und Aufkleber bestellt und ausführliches Infomaterial bezogen werden. Damit ergänzt ihre Sammelstelle die bisherigen zwei reinen Abgabestellen im Köllertal (siehe Infokasten).

„Mich hat der Grundgedanke der Aktion berührt, durch einen Schuhkarton Glaube, Hoffnung und Liebe für Kinder rund um den Globus greifbar zu machen“, erläutert Mareike Debold ihr Engagement. „Oft ist der Schuhkarton das einzige Geschenk, das diese Kinder bekommen. Für sie ist dies ein echter Glücksmoment. Sie erfahren, dass sie es wert sind, beschenkt zu werden. Das ist für viele notleidende Kinder eine wundersame, neue Erfahrung.“



Verteilt werden die Päckchen aus Deutschland in Osteuropa. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 360 000 Päckchen gespendet, die meisten kamen aus Baden-Württemberg (rund 70 000) und Nordrhein-Westfalen (55 000). Das Saarland lag mit 3000 Schuhkartons auf dem vorletzten Platz. Enttäuschend für Mareike Debold, die hofft, mit der tatkräftigen Unterstützung von Bürgermeister Klaus Häusle für 2018 ein besseres Ergebnis vorweisen zu können. „Wir befürworten die Hilfsaktion und freuen uns, mit Mareike Debold eine so engagierte Neubürgerin in unserer Gemeinde zu wissen.“

„Ich selbst habe mir als Ziel gesetzt, dass ich 150 Päckchen zusammenbekomme“, motiviert sich die beherzte Altenpflegerin selbst. Freunde und Arbeitskollegen aus dem Awo-Seniorenheim auf dem Stumpen hätten schon kräftig gespendet, freut sich Mareike Debold.

„Weihnachten im Schuhkarton“ ist die weltweit größte Geschenkaktion für Kinder in Not. Getragen wird sie von dem christlichen Werk „Geschenke der Hoffnung“, das Menschen in Not weltweit mit geistlicher und materieller Unterstützung zur Seite steht.

Die Geschenkkampagne hat nach eigenen Angaben seit 1993 in 160 Ländern insgesamt 157 Millionen Geschenkboxen an Kinder verteilt. Sie versteht sich nicht als Entwicklungshilfe, sie möchte vielmehr die Weihnachtsbotschaft vermitteln und geichzeitig Kinder durch die Geschenke Wertschätzung erfahren lassen.