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Wichtig für Kinder und Eltern
Unattraktiven Spielplätzen droht das Aus

Der Spielplatz in der Walpershofer Dorfmitte am Bach kommt bei Kindern und Eltern gut an.
Der Spielplatz in der Walpershofer Dorfmitte am Bach kommt bei Kindern und Eltern gut an. FOTO: Fred Kiefer
Riegelsberg. Konzept für Riegelsberg und Walpershofen liegt vor. Einige Anlagen werden zu „Premiumspielplätzen“. Von Fredy Dittgen

Attraktive und gut besuchte Spielplätze in Riegelsberg und Walpershofen sollen weiterentwickelt werden. Für unattraktive und wenig frequentierte Spielplätze soll ein Investitionsstopp ausgesprochen werden. Will heißen: defekte Spielgeräte sollen nicht mehr repariert, sondern abgebaut werden. Das schlägt Argus Concept, eine Gesellschaft für Lebensraumentwicklung, der Gemeinde vor.


Wie berichtet, hatten der Riegelsberger Ortsrat und der Gemeinderat – jeweils einstimmig – im Frühjahr auf Antrag der Linken und mit Unterstützung der SPD die Erstellung eines professionellen Spielplatzkonzeptes auf den Weg gebracht. Im Mai beauftragte der Fachausschuss des Gemeinderates Argus Concept mit der Ausarbeitung dieses Konzeptes. Achim Später von Argus Concept stellte jetzt in den beiden Orsträten der Gemeinde das Ergebnis vor. Eine Bestandaufnahme hat ergeben dass es – inklusive Skateranlagen, Kleinspielfeldern und einem Mehrgenerationenspielplatz – 24 Spielplätze in der Gemeinde gibt. Sechs davon in Walpershofen.

„Das ist ein ausreichendes Angebot“, sagte Später. In allen Ortsteilen gibt es Spielplätze, die gut zu erreichen sind. Lediglich in Hilschbach fehle eine Anlage. Die Pflegezustände sind überall gut. Die Anzahl der Spielgeräte jedoch ist unterschiedlich. So gibt es auf den meisten Anlagen nur die Klassiker wie Schaukeln und Wippen.



Kreativangebote wie Wasserstellen oder Kletter- und Balanciermöglichkeiten fehlen fast überall. Große Ausnahme: der Spielplatz in der Walpershofer Dorfmitte, der als „Premiumspielplatz“ bezeichnet wird und auch von Eltern mit ihren Kindern aus nah und fern besucht wird. Außerdem wurde bei der Bestandsaufnahme festgestellt, dass auf den meisten Plätzen eine ausreichende Beschattung durch Bäume oder Sonnensegel fehlt. Später schlug vor, außer dem Walpershofer Spielplatz in der Dorfmitte weitere zwei bis drei Premiumspielplätze zu entwickeln. Geschehen könnte dies am Steinhübel, in der Gisorsstraße oder am Riegelsberger Sportplatz.

Später empfahl außerdem, Spielplätze an Ortsrandlagen auslaufen zu lassen, da dort wenig Kinder wohnen und die Wege für andere dorthin zu weit sind. Solche wenig frequentierten Anlagen liegen in Walpershofen in der Grubenstraße sowie in Riegelsberg in der Lessingstraße, im Ronnertsweg und Auf Birk.

Kritik äußerte Später daran, dass die meisten Spielplätze nicht barrierefrei sind: „Wenn eine Oma, die einen Rollator braucht, mit ihren Enkeln zum Spielen hingehen will, scheitert sie fast überall an hohen Bordsteinen oder Treppen.“ Später betonte, dass die möglichen Premiumspielplätze große Flächen benötigen. „Doch ob dort etwas weiterentwickelt wird und ob wenig attraktive Spielplätze auslaufen sollen, das ist letztendlich eine politische Entscheidung“, fügte Später hinzu.

Nach der Vorstellung der Pläne in den kommunalen Gremien erwartet Argus Concept die Rückläufe aus den Beratungen und wird danach gezielte Maßnahmen zum Ausbau vorschlagen.