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Vergebliches Warten auf die Saarbahn: Oberleitungen vereist

Vergebliches Warten auf die Saarbahn: Oberleitungen vereist

Schüler und Berufspendler warteten am Mittwochmorgen an allen Saarbahn-Haltestellen im Köllertal vergeblich auf die Saarbahn. Der Grund für den umfangreichen Ausfall ist ein alter Bekannter: Wie schon mehrfach in den Wintern der vergangenen Jahre, waren die Oberleitungen eingefroren.

Das könne passieren, wenn Minustemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit zusammentreffen, schildert Saarbahn-Pressesprecherin Sarah Schmitt.

Ungewöhnlich sei diesmal gewesen, dass es bereits am Dienstagabend noch vor dem Ende der Betriebszeit zu den Vereisungen gekommen sei. Denn der Fahrbetrieb halte die Oberleitungen in der Regel eisfrei, weshalb die Leitungen für gewöhnlich nur während der Betriebspausen - also über Nacht - Eis ansetzen. So lasse das Unternehmen, wenn das Wetter eine Vereisung erwarten lässt, auch während der Betriebspausen Saarbahnzüge rollen, um Vereisungen entgegen zu wirken.

Da diesmal die Vereisung noch während der Betriebszeit einsetzte, habe man schon am Dienstagabend den Betrieb eingestellt, um Schäden an den Oberleitungen zu vermeiden. Busse sind am Mitwoch als "Schienenersatzverkehr" im Einsatz, wobei es auch eine gewisse Zeit brauche, bis Busse und Fahrer organisiert und einsatzbereit sind. So sei der Schienenersatzverkehr mit zwei Bussen gestartet, zu denen dann nach und nach weitere hinzu gekommen sind - bis etwa 10.30 Uhr waren dann sechs Busse im Einsatz. Zudem werde seit Betriebsbeginn alle halbe Stunde getestet, ob die Strecke wieder befahrbar ist. Während diese Zeilen gegen 11.20 Uhr geschrieben werden, rollt noch kein Saarbahn-Zug.