Umwelt entlasten und Kosten sparen

Köllertal. Einstimmig hat die Verbandsversammlung des Wertstoffhofes Köllertal - in der die Stadt Püttlingen sowie die Gemeinden Heusweiler und Riegelsberg vertreten sind - dem vom Entsorgungsverband Saar geplanten Konzept von Wertstoffzentren zugestimmt und ihre Bereitschaft erklärt, mit dem EVS einen Vertrag über den Betrieb eines solchen Wertstoffzentrums abzuschließen

Köllertal. Einstimmig hat die Verbandsversammlung des Wertstoffhofes Köllertal - in der die Stadt Püttlingen sowie die Gemeinden Heusweiler und Riegelsberg vertreten sind - dem vom Entsorgungsverband Saar geplanten Konzept von Wertstoffzentren zugestimmt und ihre Bereitschaft erklärt, mit dem EVS einen Vertrag über den Betrieb eines solchen Wertstoffzentrums abzuschließen. Wie schon berichtet, investiert der EVS rund 4,5 Millionen Euro, um in den nächsten beiden Jahren flächendeckend ein Netz von 19 Wertstoffzentren aufzubauen. Diese Wertstoffzentren sollen von montags bis samstags geöffnet sein und von Papier über Elektroschrott bis Sperrmüll fast alles aufnehmen. Die Zentren folgen dabei dem Prinzip des "Drive-in": Man fährt im Auto bis zum jeweiligen Abfallcontainer und lädt dort direkt ab. Die Wertstoffzentren sollen jeweils 3000 bis 3500 Quadratmeter groß sein und zwei Mitarbeiter beschäftigen. Ziel des EVS ist es, dass die Wertstoffzentren möglichst nah an Einkaufszentren oder Verkehrsknotenpunkten liegen. So dass man auf dem Weg zum Einkauf oder zur Arbeit "schnell noch beim Wertstoffhof vorbeifahren kann". Wichtiger aber ist: Jeder Saarländer soll in jedem Wertstoffzentrum kostenfrei entsorgen können (mit wenigen Ausnahmen, wie Altreifen). Der EVS will jetzt mit allen Zweckverbänden im Verbandsgebiet öffentlich-rechtliche Verträge über den Betrieb eines Wertstoffzentrums abschließen. Dafür sollen vom EVS Zuschüsse zu den jährlichen Betriebskosten in Höhe von 230 000 Euro gewährt werden. "Mit diesem Konzept sind wir sehr gut aufgestellt. Wir sind im Köllertal ja Vorreiter gewesen. Deshalb können wir der EVS-Konzeption bedenkenlos zustimmen", sagte der Heusweiler Bürgermeister Rainer Ziebold. Günter Klein von der Stadt Püttlingen meinte: "Unsere Konzeption eines Wertstoffhofes ist sehr gut angelaufen. Deshalb kann man der landesweiten Konzeption also zustimmen, zumal für die Kommunen auch eine Kostenersparnis rauskommt." Und Riegelsbergs Bürgermeister Lothar Ringle betonte: "Wertstoffhöfe entlasten die Umwelt und verringern die Restmüllmengen." dg

Auf einen BlickWas die Wertstoffzentren künftig annehmen: Papier, Pappe, Glas, Aluminium, Zinkblech, Nichteisen-Metalle, Messing, Kupfer, Buntmetalle, Mischschrott, Styropor, Textilien, Polyethylen-Folien, Alt-Holz, Haushaltsgroßgeräte, Kühlschränke, IT-Geräte, Unterhaltungselektronik, Leuchtstoffröhren, Haushaltskleingeräte, Haushaltsbatterien, Kabelreste, Altfett, Schuhe, Brillen, Altreifen, Bauschutt (in kleinen Mengen) und Sperrmüll. dg