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Warum auf der A1 schon wieder gebuddelt wird
Jetzt geht’s auf der A 1 in die Tiefe

Riegelsberg/Saarbrücken. LfS erklärt, warum die Autobahn nach nur einem Jahr erneut aufgerissen wird. Von Marco Reuther

Auf der Autobahn 1 haben zwischen Riegelsberg und Saarbrücken umfangreiche Sanierungsarbeiten begonnen. Aber warum eigentlich? Erst vor einem Jahr war, zumindest in einem großen Teil des selben Abschnitts, im Zuge mehrerer Wochenend-Baustellen der Fahrbahnbelag erneuert worden. Und der sieht auch jetzt noch „wie geleckt“ aus. Wir wollten vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) wissen, warum die Fahrbahn wieder aufgerissen wird.


Bei der Sanierung 2017 habe es sich lediglich um eine Instandsetzung der oberen Fahrbahndecke gehandelt, die damals zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit notwendig gewesen sei, so Manuela Vanoli, Assistentin der LfS-Betriebsleitung. Die Sanierung habe also lediglich die nur vier Zentimeter starke Deckschicht betroffen (die auch nach wenigen Wochenendeinsätzen erledigt war). Die aktuellen Baumaßnahmen seien deutlich umfangreicher: Es geht um eine Grunderneuerung des gesamten Asphalt­oberbaus in einer Stärke von 30 Zentimetern, zudem um den Neubau einer Schottertragschicht (20 Zentimeter), um den „richtlinienkonformen Neubau der Schutzeinrichtungen“ (sprich: die Leitplanken werden erneuert) und um den Neubau der Entwässerungseinrichtungen wie Schächte, Kanäle und Drainagen. Insgesamt sind etwa sieben Monate Bauzeit veranschlagt. Der LfS betont zudem: „Nach Fertigstellung der grundhaften Erneuerung ist der Streckenabschnitt auf dem Standard eines Neubaus.“

Aber hätte man das nicht schon vor einem Jahr erledigen und dem Steuerzahler so die provisorische Sanierung der Deckschicht sparen können? Nachdem die Notwendigkeit einer tiefergehenden Sanierung erkannt war, waren zunächst etliche Vorarbeiten nötig, so der LfS. Vor „Grunderneuerungsmaßnahmen“ bedürfe es umfangreicher Vermessungen. Zudem brauche es Gutachten im Zusammenhang mit dem Asphalt und dem gesamten Straßenoberbau. Auch sei eine Bestandsaufnahme der Entwässerungseinrichtungen notwendig gewesen und ebenso umfangreiche Abstimmungen mit den Gewerken, die beim Neubau der Leitplanken und auch bei eventuellen Brückensanierungen zum Einsatz kommen.