Baustelle vor Saarbrücken: Jetzt geht’s auf der A1 in die Tiefe

Baustelle vor Saarbrücken : Jetzt geht’s auf der A1 in die Tiefe

LfS erklärt, warum die Autobahn nach nur einem Jahr erneut aufgerissen wird.

Auf der A 1 haben zwischen Riegelsberg und Saarbrücken umfangreiche Sanierungsarbeiten begonnen. Aber warum eigentlich? Erst vor einem Jahr war, zumindest in einem großen Teil des selben Abschnitts  die Fahrbahn erneuert worden. Und der sieht noch wie geleckt aus. Die SZ fragte beim Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) nach, warum die Fahrbahn wieder aufgerissen wird.

Bei der Sanierung habe es sich lediglich um eine Instandsetzung der oberen Fahrbahndecke gehandelt, die damals zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit notwendig gewesen sei, so Manuela Vanoli, Assistentin der LfS-Betriebsleitung. Die Sanierung habe also lediglich die nur vier Zentimeter starke Deckschicht betroffen. Das aktuelle Bauprojekt sei deutlich umfangreicher: Es geht um eine Grunderneuerung des gesamten Asphaltoberbaus in einer Stärke von 30 Zentimetern, zudem um den Neubau einer Schottertragschicht (20 Zentimeter), um den „richtlinienkonforme Neubau der Schutzeinrichtungen“ (sprich: die Leitplanken werden erneuert) und um den Neubau der Entwässerung wie Schächte, Kanäle und Drainagen. Insgesamt sind etwa sieben Monate Bauzeit veranschlagt. Der LfS betont zudem: „Nach Fertigstellung der Grundhaften Erneuerung ist der Streckenabschnitt auf dem Standard eines Neubaus.“

Aber hätte man das nicht schon vor einem Jahr erledigen und dem Steuerzahler so die provisorische Sanierung der Deckschicht sparen können? – Zu Beginn 2017 habe es noch keine planerischen und bautechnischen Grundlagen „für die Bauvertragsgestaltung ‚Grunderneuerung der BAB’“ gegeben, so der LfS. Sprich: Nachdem die Notwendigkeit einer tiefergehenden Sanierung erkannt war, waren zunächst etliche Vorarbeiten nötig. Vor „Grunderneuerungsmaßnahmen“ bedürfe es umfangreicher Vermessungen im Vorfeld der Erdarbeiten. Zudem bedarf es Gutachten in Zusammenhang mit dem Asphalt und des gesamten Straßenoberbaus. Auch sei eine Bestandsaufnahme der Entwässerungseinrichtungen notwendig gewesen und ebenso umfangreiche Abstimmungen mit den Gewerken, die beim Neubau der Leitplanken und auch bei eventuellen Brückensanierungen zum Einsatz kommen.

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