AC Heusweiler siegt beim KV Riegelsberg: Die Entscheidung fällt im letzten Duell

AC Heusweiler siegt beim KV Riegelsberg : Die Entscheidung fällt im letzten Duell

Spannung pur bot das Saarderby in der Ringer-Bundesliga in Riegelsberg. Heusweiler setzte sich mit 18:16 durch und feierte den ersten Saisonsieg.

Die Stimmung in der mit mehr als 400 Zuschauern besetzten Sporthalle Lindenschule in Riegelsberg war atemberaubend. Und der Spannungsbogen des Kampfgeschehens auf der Matte tat das Seine dazu. Vor dem letzten Kampf des Abends führte der KV Riegelsberg im Kellerduell der Ringer-Bundesliga mit 16:15 gegen den Lokalrivalen AC Heusweiler. Die Entscheidung musste fallen zwischen den Neuzugängen in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm im Freistil - zwischen Georgiy Zlatov vom KV Riegelsberg und Babajan Ahmadi vom AC Heusweiler. „Ich musste das Abschlusstraining am Freitag abbrechen, hatte Magenprobleme“, erzählte Zlatov vor dem letzten Gefecht. Er fügte bitter lächelnd hinzu: „So war es einfacher, das Gewicht zu bringen.“

Zlatov begann dennoch stark. Er hatte seinen Gegner beinahe auf den Schultern liegen, doch in Runde zwei schwanden die Kräfte. Ahmadi holte Punkt um Punkt. Das Duell endete mit 17:5 für den Afghanen. Das bedeutete drei Zähler für Heusweiler. das mit dem 18:16 den ersten Saisonsieg feierte. „Es war ein toller Kampf. Einfach Wahnsinn“, freute sich Ahmadi, nachdem er sich aus der Jubeltraube von Mannschaft und Anhängern befreit hatte. „Uns allen ist damit ein riesiger Stein vom Herzen gefallen“, sagte Heusweilers Trainer Cacan Cakmak, dessen Stimme arg gelitten hatte, nach dem Auswärtssieg: „Danach sah es am Anfang nicht aus. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs.“

Die Gäste mussten bereits auf der Waage den ersten Rückschlag hinnehmen. Heusweilers Philipp Köhler, der im Freistil in der 66-Kilogramm-Klasse antreten sollte, war 100 Gramm zu schwer. Das bedeutet vier Punkte für Riegelsberg. Die holte auch Kevin Müller in der Freistil-Klasse bis 57 Kilogramm. Er legte Nachwuchsringer Fabian Widmann nach 90 Sekunden auf die Schultern. „Ich hatte heute morgen auch noch ein Kilo zuviel“, sagte Müller, „jetzt habe ich zwei Mal in Folge gewonnen. Das gibt Selbstvertrauen.“

Das brauchte der KV Riegelsberg zu dem Zeitpunkt auch. Denn die Gastgeber gingen mit Sorgenfalten in diesen letzten Kampf der Vorrunde. Erst kurz vor Kampfbeginn war bekannt geworden, dass Neuzugang Maxime Francois bei der französischen Meisterschaft antreten muss und darum nicht zur Verfügung stand. Für ihn musste Daniel Piro in der Freistil-Klasse bis 98 Kilogramm gegen den Griechen Michail Tsikovani ran. Bis zum Gong der ersten Runde lag Piro mit 2:3 zurück, machte dem Favoriten das Leben schwer. Doch dann nutzte Tsikovani seine größere Erfahrung und legte knapp eineinhalb Minuten vor dem Ende den Riegelsberger auf die Schultern.

„Mir war klar, dass die Entscheidung wohl im letzten Kampf fallen wird. Und da hatte ich wegen der Erkrankung von Georgiy schon Bedenken“, sagte Riegelsbergs Trainer Edgar Paulus. Er ergänzte: „Heusweiler hat insgesamt verdient gewonnen.“ Dass seine Mannschaft mit nur einem Punkt nach der Vorrunde Tabellenletzter ist, macht ihm keine Sorgen: „Wenn wir komplett sind, können wir mit allen mithalten - außer mit dem KSV Köllerbach.“

Cakmak war nach dem ersten Sieg und dem Sprung auf Platz sechs die Erleichterung deutlich anzumerken. Er sagte: „Der Erfolg war sehr wichtig für uns alle. Wir werden in der Rückrunde besser stehen. Mal sehen, ob wir dann auch erfolgreicher sind.“

Das Maß aller Dinge bleibt aber der KSV Köllerbach. Die Riege um den Mannschaftsverantwortlichen Thomas Geid siegte beim KSV Witten mit 17:4 und bleibt verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Der Spitzenreiter erwartet am kommenden Samstag um 19.30 Uhr den Tabellenzweiten TV Achen-Walheim in der Kyllberghalle. Heusweiler tritt zeitgleich im Saarderby beim Tabellenvierten ASV Hüttigweiler an, während Riegelsberg ebenfalls um 19.30 Uhr den Tabellenfünften RC Merken in der Halle der Lindenschule erwartet.