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Volleyballerinnen des TV Holz starten in Saison voller Ungewissheiten

2. Volleyball-Bundesliga : Beim TV Holz gibt’s viele neue Gesichter

Die Volleyballerinnen gehen mit einem von Grund auf veränderten Kader und einem neuen Trainer in eine Saison voller Ungewissheit.

Die vielleicht wichtigste Frage ist seit Kurzem geklärt: Der TV Holz hat für die 2. Liga einen neuen Trainer. Er ist 52 Jahre alt und kommt vom TV Bühl: Henner Brockmeier. Er arbeitete zuletzt als hauptamtlicher Jugendtrainer bei dem Herren-Bundesligisten aus der Nähe von Baden-Baden. „Es fiel mir nicht leicht, weil das Menschen sind, mit denen man zwei Jahre intensiven Austausch und Kontakt hatte. Aber ich habe mir gesagt, vielleicht ist das der Schritt, den ich jetzt machen muss“, kommentiert Brockmeier seinen Wechsel.

Der gebürtige Bad Oeynhausener, der Mitte August noch für zehn Tage an einem A-Lizenz-Lehrgang an der Deutschen Sporthochschule Köln teilnahm, begann erst am 24. August, „in Holz und Saarbrücken die Hallen unsicher zu machen“. Bis zu diesem Zeitpunkt lief die Vorbereitung unter Athletiktrainer und Teammanager Steven Weber und dem hauptamtlichen Jugend- und Damen-2-Trainer Frederik Scheller.

Weber erörtert: „Seit Vorbereitungsbeginn am 15. Juli liegt der Fokus stark auf dem Athletiktraining. Daher sind zwei unserer vier Einheiten rein Athletik. In diesen Einheiten arbeiten wir in der Halle oder im Kraftraum. Die zwei weiteren Einheiten haben wir mit dem Ball gearbeitet.“

Das heißt gleichzeitig: Den Kader muss der Neu-Trainer, der in Eppelheim in der Nähe von Heidelberg lebt, erst noch richtig kennenlernen. Und dort gab es so einige Veränderungen: Die Amerikanerinnen Mackenzie Rombach (Mittelblock) und Kaylie Jorgenson (Außenannahme) sind schon nach dem vorzeitigen Saisonende im März in ihre Heimat zurückgekehrt. Mit Kelsey Chambers (Diagonal, Wechsel zum RSF Walfer, Luxemburg) Michelle Grandinetti (Libera, berufliche Gründe), Caroline Grund (Mittelblock, private Gründe) und Alica Zimmer (Außen­angriff, Wechsel zum SSC Freisen) macht das insgesamt sechs Spielerinnen, die ersetzt werden müssen.

Seit Anfang vergangener Woche steht auch bei der Kapitänin der letzten Jahre, Denise Linz, fest, dass sie sich aus privaten Gründen vom leistungsorientierten Volleyball verabschiedet. Sie kehrt zu ihrem Heimatverein TV Kirkel (Verbandsliga) zurück.

Wie der neue Kader aussehen wird, ist noch nicht vollständig bekannt. Eine Position ist aber bereits neu besetzt. Vom Drittligisten SSC Freisen kommt Mira Weber nach Holz. Noch über den vorigen Trainer Patrick Fielker kam der Kontakt zum TVH zustande. Als die 20-Jährige dann im Frühjahr von Kaiserslautern nach Saarbrücken zog und die Distanz zum ehemaligen Verein zu groß wurde, führte eins zum anderen. „Vom Niveau ist das etwas ganz anderes als die 3. Liga. Ich wollte auf jeden Fall schauen, ob ich das schaffe, freue mich aber auf die neue Herausforderung“, sagt sie. „Außerdem kannte ich schon viele der Spielerinnen. Mit Katharina Hanke habe ich zum Beispiel in Lebach zusammengespielt, mit Gina Lehnen in der Saarauswahl.“

Auch mit weiteren Spielerinnen ist der Verein offensichtlich in Kontakt, darunter sowohl solche aus dem Umfeld wie wohl auch die international erfahrene Kanadierin Alex Donaghy (25). Konkrete Angaben zu weiteren Neuzugängen wollte der Verein aber nicht machen. Nur so viel: In den kommenden Wochen sollen weitere Transfers vorgestellt werden.

Besagter Saisonstart der 2. Bundesliga soll am Samstag, 19. September, sein. Der TV Holz startet einen Tag später mit einem Auswärtsspiel beim VC Wiesbaden 2. „Um den Spielbetrieb zu gewährleisten, sind wir in Abstimmung mit den örtlichen Behörden in Bezug auf das Hygienekonzept, sodass der Spielbetrieb, Stand heute, planmäßig starten kann“, gibt Weber einen vorsichtig-positiven Ausblick, betont aber, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließende Aussage getroffen werden könne. „Planmäßig finden die ersten Spiele ohne Zuschauer statt. Dann ist abzusehen, inwiefern der Aufwand bezüglich des Hygienekonzeptes zu stemmen ist. Je nach den Erkenntnissen denken wir dann nochmal über Zuschauer nach.“

Ob allerdings an diesem Vorhaben wegen der gerade wieder steigenden Corona-Fallzahlen so festgehalten werden kann, steht noch nicht fest.