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Damit jeder von jedem profitieren kann

Damit jeder von jedem profitieren kann

Großrosseln/St. Wendel. Mit dem sogenannten Leader-Programm fördert die Europäische Union die Entwicklung des ländlichen Raumes. Ins Saarland fließen aus diesem Fördertopf von 2007 bis 2013 insgesamt 8,5 Millionen Euro. Davon profitieren die Leader-Regionen Bliesgau, Warndt und St. Wendeler Land. Diese drei Regionen wollen nun enger zusammenarbeiten

 Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages, von links: Udo Recktenwald, Michael Schönau, Werner Feldkamp, Wolfgang Bintz und Christoph Hartmann. Foto: B&K
Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages, von links: Udo Recktenwald, Michael Schönau, Werner Feldkamp, Wolfgang Bintz und Christoph Hartmann. Foto: B&K

Großrosseln/St. Wendel. Mit dem sogenannten Leader-Programm fördert die Europäische Union die Entwicklung des ländlichen Raumes. Ins Saarland fließen aus diesem Fördertopf von 2007 bis 2013 insgesamt 8,5 Millionen Euro. Davon profitieren die Leader-Regionen Bliesgau, Warndt und St. Wendeler Land. Diese drei Regionen wollen nun enger zusammenarbeiten. Einen Kooperationsvertrag haben Vertreter der Regionen am Mittwochabend auf dem Wendelinushof in St. Wendel unterzeichnet.Eine Besonderheit dieses EU-Förderprogrammes liegt darin, dass nicht politische Gremien über die Verteilung der Mittel entscheiden, sondern lokale Aktionsgruppen. Damit soll das Engagement der Menschen vor Ort gefördert werden. Die drei lokalen Aktionsgruppen Biosphärenreservat Bliesgau, Warndt und Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land haben sich einiges vorgenommen: Sie wollen Erfahrungen austauschen, gemeinsame Projekte entwickeln und neue Modelle der Regionalentwicklung erproben. Den Kooperationsvertrag unterschrieben vor mehr als 50 Gästen der Vorsitzende der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land, Werner Feldkamp, der zweite Vorsitzende der LAG Warndt, der Völklinger Bürgermeister Wolfgang Bintz und der zweite Vorsitzende der LAG Bliesgau, Michael Schönau.Der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald sagte, Ziele der Zusammenarbeit seien neben dem Erfahrungsaustausch ein reger Warenaustausch und zusätzliche Absatzmärkte. Gerade in Zeiten der Globalisierung gewinnen nach seiner Ansicht kleine, überschaubare Kreisläufe an Bedeutung. Recktenwald: "Die Menschen wollen wissen, was kommt von wo auf den Tisch." Wirtschaftsminister Christoph Hartmann unterstrich das ehrenamtliche Engagement in den drei Regionen ein: "Das, was klappt, klappt deswegen, weil viele Menschen die Arme hochkrempeln."Zwei Projekte haben sich die drei Regionen zum Auftakt vorgenommen. Beim ersten geht es um die Vermarktung von Holzwaren. Im St. Wendeler Land gibt es die Unikate unter dem Titel "Stein im Brett", im Warndt die "Saarbank" und im Bliesgau den "Bliesgau-Hocker". Darauf will man aufbauen, einen Ideenwettbewerb ins Leben rufen und in allen drei Regionen Ausstellungen organisieren. Unikate aus den drei Regionen, aus einheimischem Holz gefertigt von heimischen Schreinern, sollen so auf den regionalen Markt kommen.Beim zweiten geht es darum, ein neues Fruchtsaftgetränk auf den Markt zu bringen, einen Apfel-Mango-Saft. Die Äpfel kommen dabei aus Streuobstwiesen der Region, das Mango-Pürree aus fairem Handel mit Bauern in Burkina Faso oder von den Philippinen.