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Die Stadtmitte in Feierlaune

Begeisterte Fans der Gruppe „Die Heuler“ feierten ausgelassen auf dem Marktplatz. Fotos: Iris Maurer
Begeisterte Fans der Gruppe „Die Heuler“ feierten ausgelassen auf dem Marktplatz. Fotos: Iris Maurer
Friedrichsthal. Tageshitze und laue Nächte bescherten den Machern der Veranstaltung in Friedrichsthal jede Menge Besucher. Das Musikprogramm und das kulinarische Angebot wurden zwei Tage lang gut angenommen. Christof Müller

Vergiss etwas Altes, mache es kleiner und starte neu durch. Das dürften die Veranstalter damals gedacht haben, als sie das Stadtfest zu Grabe getragen haben. Sie tüftelten am neuen Konzept. Stimmungsvoller geht es nun beim Glashüttenfest rund um den Friedrichsthaler Markplatz und die angrenzende Bismarckstraße zu. Und spätestens bei der zweiten Auflage am vergangenen Wochenende erlebten die Besucher eine ausgelassene Freiluft-Sause. Das neue Fest ist in Friedrichsthal angekommen und wird von den Bewohnern angenommen. Hohe Temperaturen sorgten an beiden Tagen für einen guten Getränkeabsatz und bescherten den Besuchern anschließend zwei gemütliche, laue Sommernächte . Und als abends die neunköpfige Band Saint Jones vom Bühnen-Lkw-Anhänger herunter die Besucher mit Pinks Titel "Get the Party startet" unterhielt, war die Open-Air-Party bereits in vollem Gange. Gefällige Coverversionen von Roxette ("Sleeping in my car") oder Lionel Richie ("All night long") animierten zum Mitswingen.


Eröffnet wurde das 2. Glashüttenfest zuvor mit den traditionellen Böllerschüssen und einem zünftigen Fassbieranstich. Rasch füllte sich dann freitagabends der Festbereich. 17 beteiligte Vereine und professionelle Anbieter sorgten dafür, dass es auch kulinarisch an nichts mangelte. Die Speisenpalette reichte vom gut gedeckten Kuchenbüfett bei der Narrenzunft katholischer Vereine (NKV) nachmittags über das klassische Grillangebot zwischen Rostwurst und Schwenker bis hin zu asiatischem Essen und Antipasti. Die Party-Band Die Heuler versorgte die Besucher mit gut gemachten Eigeninterpretationen von bekannten Songs. Und die Kicker des FC Bombers hatten für den guten Zweck gar ein Geschicklichkeitsspiel aufgebaut. Wer seinen Bierkrug auf der Bierrutsche rechtzeitig zum Stehen brachte, konnte Freigetränke gewinnen. Den Erlös der Aktion wollen die Bombers an Günter Staub übergeben. Staub, Spitzname "Gille", war lange aktiver Spieler und später auch Trainer beim Sportverein Schnappach. Bei einem Motorradunfall vor wenigen Monaten wurde er schwer verletzt.

Wer weiter über den Marktplatz zog, stellte schnell fest, dass vor allem viele junge Besucher das 2. Glashüttenfest als Treffpunkt nutzten. Carsten Bach, 2. Vorsitzender des NKV, freute sich über so viel Zuspruch. Denn auch am Cocktailstand des Vereins (im Angebot unter anderem: "NKV Royal", "Grüne Witwe" und "Lillet Berry") herrschte durchgehend Andrang. Mit über 40 Helfern waren die Friedrichsthaler Faasebooze im Dauereinsatz: "Es geht uns hier nicht nur ums Geld und die Einnahmen. Die sind wichtig. Aber uns als Verein liegt auch etwas daran, dass wir uns bei so etwas wie dem Glashüttenfest auch beteiligen und uns so in der Öffentlichkeit präsentieren können", sagte Bach. Denn trotz Friedrichsthals hoher Vereinsdichte mischten seinen Schätzungen zufolge gerade einmal fünf Vereine beim Glashüttenfest mit. Da gäbe es bei einer Neuauflage im kommenden Jahr sicher noch Potenzial.



Die Böllerschützen Dieter, Harald und Adolf Hauch (von rechts) eröffneten das Fest mit einem lauten Knall.
Die Böllerschützen Dieter, Harald und Adolf Hauch (von rechts) eröffneten das Fest mit einem lauten Knall.