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Unmut über Bauarbeiten, die ewig dauern

Unmut über Bauarbeiten, die ewig dauern

Über Bürgerbeschwerden berichtet ein Bezirksratsmitglied in Dudweiler. Es geht um eine Dauerbaustelle, die ihrem Namen alle Ehre machte. Doch nun ist das Problem laut Stadtverwaltung beseitigt.

"Es herrscht eine Wut", meint Mirko Welsch. In seiner Eigenschaft als AfD-Bezirksverordneter im Bezirksrat Dudweiler hätten sich Bürger an ihn gewandt und ihren Unmut über die Brücke hinter dem Dudoplatz Richtung Bahnhof geäußert. Das kleine Bauwerk, das als Verlängerung der Werkstraße gelten kann, sei seit Monaten eine Art Dauer-Baustelle. Bei der Bezirksverwaltung habe er vor Kurzem bereits die mangelnde Absicherung moniert.

Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz habe ihm mitgeteilt, dass die Anfrage an das Bauamt weitergeleitet worden sei. Passiert sei jedoch nichts.

Stattdessen habe er umgerissene Absicherungen gesehen und unter anderem zwei Jugendliche erleben müssen, die unsicher ein Fahrrad über diesen Weg hätten balancieren müssen, sagt Welsch. Bürger , die diesen Weg gewohnt sind, müssten nun einen Umweg von mehreren hundert Metern in Kauf nehmen. Dies komme Senioren oder gehbehinderten Menschen natürlich nicht gerade entgegen.

Das eigentliche Problem sei, dass die Arbeiten so lange dauerten. "Es hat wohl nicht die oberste Priorität", vermutet das Bezirksratsmitglied mit unverhohlener Ironie. Vor wenigen Wochen sei die Brücke scheinbar bereits fertiggestellt gewesen, doch dann begannen erneut Arbeiten inklusive einer Absperrung. Mittlerweile seien einige Bürger bereits so genervt, dass sie drohten, besagte Sperrung wieder einzureißen. "Dieses Theater" dauere gefühlt bereits ein dreiviertel Jahr. Eine richtige Absperrung sowie zeitnahe Fertigstellung der Baustelle seien dringend geboten, meint Welsch. "Bei der Baustelle handelt es sich um eine Baustelle der Stadtwerke Saarbrücken", erklärt dazu die Pressestelle der Stadt. Demnach seien seit dem 10. Oktober im Nachgang zum Bau der neuen Lessingstraßen-Brücke in diesem Bereich neue elektrische Versorgungsleitungen verlegt worden. Seit wenigen Tagen könnten Fußgänger und Radfahrer die Brücke nun wieder nutzen.

Das Baufeld sei allerdings noch nicht komplett geräumt, da noch Restarbeiten beendet werden müssten. Dies beeinträchtige aber die Benutzung der Brücke nicht mehr. Das Bauende habe sich verzögert, weil Materiallieferungen länger gedauert hätten. Die Baustelle sei ordentlich abgesichert gewesen. Trotzdem seien Draht und Ketten mehrfach gewaltsam von Unbefugten geöffnet worden.