Dieter Heckmann (SPD) will in Sulzbach Bürgermeister werden

Am 26. Mai wird im Saarland gewählt : Vier Botschaften hat der Mann auf Lager

Der Landtagsabgeordnete Dieter Heckmann tritt für die SPD als Kandidat zur Bürgermeisterwahl in Sulzbach an.

„Jetzt ist die Zeit reif. Ich möchte Bürgermeister der Stadt Sulzbach werden.“ Das sind die Worte von Dieter Heckmann, der 59-Jährige will Amtsinhaber Michael Adam (CDU) im Rathaus beerben. Heckmann ist derzeit Landtagsabgeordneter. Der Familienvater war 20 Jahre in Diensten der Stadt Sulzbach tätig, unter anderem als Prokurist der städtischen Kommunalen Dienstleistungsgesellschaft KDI sowie auch als City-Manager.

Vier Botschaften möchte er unter dem Slogan KLAR für die Zukunft der Kommune definieren und in Angriff nehmen. Das K stehe dabei für Kindergarten- und Krippenplätze: Dabei ist ihm die stufenweise Beitragsfreiheit der Erziehungsberechtigten ein Herzensanliegen. „Durch Beitragsfreiheit entlasten wir die Väter und Mütter und bieten zugleich einen Anreiz für junge Familien, sich in Sulzbach niederzulassen, um hier zu leben.“

Heckmann will auch zusätzliche Kita-Plätze schaffen – und zwar wohnortnah. Weil die Kleinen nur so ihre sozialen Kontakte im häuslichen Umfeld pflegen könnten, wie er betont. In der Stadtmitte fehlten 2019/2020 148 solcher Kita-Plätze, 2021 seien es schon 168. L wie Lebensqualität durch bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt will der Bürgermeister-Kandidat ebenso schaffen. A wie Anerkennung des Ehrenamtes sowie die Unterstützung der Vereine – auch das ist ein erklärtes Ziel Heckmanns. R wie richtungsweisende Unternehmenspolitik in den Gesellschaften hat er sich überdies auf die Fahnen geschrieben. Dabei denkt er in erster Linie an die Stadtwerke Sulzbach, deren Gewinne inzwischen stark rückläufig seien: „Und wo keine Gewinne, die dem städtischen Haushalt zugeführt werden können, da auch keine Mittel zur Sanierung, Instandhaltung bezeihungsweise zur Kofinanzierung von Investitionsprojekten. Etwa zur Sanierung von Sporthallen und Schulen.“

Geboren in eine Arbeiterfamilie, tief verwurzelt im Hüttenmilieu kam für Dieter Heckmann nur das Engagement bei den Sozialdemokraten infrage. 1992 trat er in die Partei ein. Nach der Lehre zum Elektroinstallateur machte er auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabitur und studierte an der Fachhochschule (FH) Wiesbaden Elektrotechnik. Nachts arbeitete er, um sich das Studium zu finanzieren. So steht bei ihm natürlich auch das  Thema „Bildung für alle“ ganz oben auf der Prioritätenliste. Der 59-Jährige ist im Übrigen verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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