Dänische Airline übernimmt Flüge von Saarbrücken nach Berlin

Fraktionen im saarländischen Landtag : Saar-Fraktionen sehen Chance in Anbieter für Berlin-Flüge

„Der Markt ist leergefegt. Es war die letzte Chance, eine Fluggesellschaft zu finden. Und wir sind auch zuversichtlich, dass das gelingt.“ So bewertet Petra Berg, SPD-Abgeordnete im saarländischen Landtag, die Übernahme der Direktverbindung von Saarbrücken nach Berlin durch die dänische Fluggesellschaft Danish Air Transport (DAT).

Dass durch die eingesetzten Propellermaschinen der Flug nun etwas länger dauert, mache die Verbindung nicht weniger attraktiv, sagt Berg. Auch preislich sei das Angebot so gut, dass es „gerne angenommen wird“.

Die Flugverbindung nach Berlin „ist ein Schlüssel für den Wirtschaftsstandort Saarland“, sagt der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jochen Flackus. Man müsse jetzt aber ganz genau hinschauen, ob die Fluggesellschaft so stabil ist, dass die Verbindung auf Dauer gesichert ist. „Das ist ja auch eine Frage der Fahrgastzahlen.“ Und daran sei immerhin das Modell des Vorgängers Luxair gescheitert. Letztlich müsste die Regierung bei der EU vorstellig werden, um die „Beihilfe-Problematik der Flughäfen zu regeln“. Nach Ansicht der Saar-Linken sollten Flughäfen wie der Saarbrücker, die der Daseins-Vorsorge dienen, außerhalb der Beihilfe-Regelung betrachtet werden.

Die AfD im Landtag ist weniger optimistisch. „Das wird auf Dauer nicht klappen. Die Dänen haben wegen der Fahrgastzahlen dasselbe Problem wir Luxair“, sagt Fraktionschef Josef Dörr.

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