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Anke Rehlinger von SPD fordert bessere Bezahlung von Pflegekräften

Tag der Arbeit : Saar-SPD-Chefin Rehlinger fordert bessere Bezahlung von Pflegekräften

Applaus für Pflegekräfte reicht nicht. Höhere Löhne müssen her, fordert die saarländische Wirtschaftsministerin. Das hat Gründe, die auch mit der Industrie zu tun haben.

Die Vorsitzende der saarländischen SPD, Anke Rehlinger, hat zum Tag der Arbeit am 1. Mai eine bessere Bezahlung von Pflegekräften verlangt – und eine Gleichstellung mit Beschäftigten in der Industrie. „Die entscheidende Frage wird nach Corona zu beantworten sein: Kriegen wir das hin, dass jemand, der einen 70 Kilogramm schweren Patienten bewegt, ähnlich viel verdient wie jemand, der 70 Kilo Stahl bewegt? Das müsste doch das Ziel sein“, sagte sie im Gespräch mit der SZ.

Das Berufsbild Pflege müsse attraktiver werden. „Das geht über die Frage der Bezahlung, aber auch über die Frage von Arbeitsbelastung und -entlastung“, sagte die saarländische Wirtschaftsministerin. Lohnfragen seien nicht von heute auf morgen zu verändern, doch die Sozialdemokraten in Bund und Ländern würden für diese Veränderung arbeiten.

Die Ministerin sieht in der Gesundheitsbranche auch ein wichtiges Feld für die Zukunft der Saar-Wirtschaft. „Die ärztliche und pflegerische Versorgung ist für die Attraktivität einer Region extrem wichtig“, sagte Rehlinger. Und die Branche sei „ein wachsender wirtschaftlicher Bereich“.

Wie Rehlinger forderte auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zum Tag der Arbeit eine bessere Bezahlung von Pflegekräften. Darüber hinaus verlangte er auch mehr Geld für Verkäuferinnen. Und wenn sie höher entlohnt würden, „wird sich das auf die Preise auswirken. Das müssen uns der Respekt und die Würde schon wert sein“, sagte Bundesfinanzminister Scholz den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft.