Weiterer Schritt in Richtung Technikzentrum

Weiterer Schritt in Richtung Technikzentrum

Der Verein Mint-Campus Alte Schmelz hatte einen Schul-Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem das neue Logo des Vereins hervorgehen sollte. Gewonnen hat die 8c des Christian von Mannlich-Gymnasiums aus Homburg mit einer Darstellung der Werkstatt-Front.

Die Mitgliederversammlung des Vereins Mint-Campus Alte Schmelz fand in den Räumlichkeiten des ehemaligen Konsums statt. Mit Spannung wurden Neuigkeiten zur Entwicklung des Vereins und insbesondere zum Schülerforschungs- und Technikzentrum als Startprojekt erwartet.

Zu Beginn der Sitzung, die von der zweiten Vorsitzenden Bärbel Arend geleitet wurde, stand zunächst die Prämierung eines Wettbewerbs an, den der Vereinsvorstand an Schulen des Saarpfalz-Kreises auslobte. Gesucht wurde ein repräsentatives Logo für den noch jungen Verein. Aus den zahlreichen hochwertigen Wettbewerbsbeiträgen wurden die drei besten ausgewählt und die Künstler zur Mitgliederversammlung eingeladen. Vorstandsmitglied Wolfram Peters verkündete die Sieger, die mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 600 Euro belohnt wurden. Der dritte Platz ging an einen Beitrag der Klasse 6.1 der Gemeinschaftsschule Rohrbach. Den zweiten Platz belegte ein Vorschlag der Klassenstufe 8 des St. Ingberter Leibnitz Gymnasiums. Die Klasse 8c des Christian von Mannlich-Gymnasiums aus Homburg reichte eine ledergebundene Sammlung mit zahlreichen Skizzen ein. Hieraus wurde das zukünftige Logo ausgewählt, das eine stilistisch reduzierte Darstellung der Front der mechanischen Werkstatt zeigt.

Das verfolgte Ziel des Vereins ist die Einbindung von Lernstätten zur Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundbildung in das historische Industriedenkmal Alte Schmelz . Auf diesem Gelände soll daher als erstes Startprojekt das ehemalige Saarstahl-Laborgebäude zu einem Schülerforschungs- und -technikzentrum (SFTZ) umgebaut werden. Es ist auf die individuelle Förderung von naturwissenschaftlich/technisch interessierten Schülerinnen und Schülern ausgerichtet. Den Jugendlichen soll es ermöglicht werden, in ihrer Freizeit (nachmittags, samstags, in den Ferien) in kleinen Teams an eigenen Forschungs- und Entwicklungs-Projekten zu arbeiten. Damit das SFTZ-Gebäude auch vormittags genutzt wird, soll während der Schulzeit ein klassischer Schülerlaborbetrieb stattfinden, das heißt Breitenförderung für ganze Klassen. Hierdurch wird eine Orientierung in Richtung Mint-Berufe gefördert und so dem Fachkräftemangel auf regionaler Ebene entgegengewirkt.

Die Idee der Verknüpfung eines Lernortes mit der Revitalisierung eines historischen Industriegeländes bedeutet ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal. Aufgrund des hohen Innovationsgrades wird das Land die Umsetzung des SFTZ mit Mitteln aus der Städtebauförderung unterstützen. Der Eigenanteil der Stadt St. Ingbert wurde jüngst in den aktuellen Haushalt eingestellt. Auch der Saarpfalz-Kreis signalisiert, dass er zu seiner schon vor längerer Zeit gemachten Finanzzusage steht.

Oberbürgermeister und Vorstandsmitglied Hans Wagner erläuterte, dass als erste Hürde ein integriertes Stadtentwicklungskonzept ausgearbeitet wird, das auch die Nutzung des denkmalgeschützten Ensembles der Alten Schmelz berücksichtigt. Mit den Sanierungsarbeiten des ehemaligen Saarstahl-Laborgebäude und die Umgestaltung zu einem Schülerforschungs- und -technikzentrum (SFTZ) kann laut Wagner frühestens im März 2016 begonnen werden.

Bärbel Arend und Finanzvorstand Rolf Danzebrink erläuterten in ihrer Vorschau die Pläne des Vereins, kurzfristig Workshops für Grund- und Mittelstufenschüler auf die Beine zu stellen. Geplant ist die Anschaffung von Baukästen und Arbeitsmaterialien in den Themenbereichen Naturwissenschaft und Technik sowie Robotik. Ein entsprechendes Kursangebot wird ausgearbeitet und noch in 2015 angeboten.

mintcampus.de

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