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Naturdenkmäler in der Region: die Kastanie am Stegbruch in Rohrbach

Naturdenkmäler in St. Ingbert : Eine kuriose Kastanie steht im Stegbruch in Rohrbach

Der Stegbruch in Rohrbach stand in den vergangenen Wochen vor allem wegen eines Neubau-Projektes im Fokus: Dort entsteht eine neue Kindertagesstätte. Weniger im Blickpunkt steht ein alter Baum, der zu den Naturdenkmälern in der Region zählt: eine Kastanie, wie man selten eine zweite sieht.

Der Baumriese auf einem Parkplatz an der Ecke zur Bahnhofstraße ist nur wenige Meter von einem Mehrfamilienhaus entfernt, seine Äste mussten mehrfach zurückgeschnitten werden, weil sie sonst die Balkone überwuchert hätten. Trotzdem ist die Kastanie kerngesund und als Naturdenkmal ohnehin unter Naturschutz gestellt, so dass niemand ohne behördliche Genehmigung Arbeiten an dem Baum vornehmen darf. Die Kastanie hat eine kuriose Form. So, als wären mehrere Stämme zusammengewachsen, mit tiefen Furchen und mit einer mächtigen Aufzweigung in drei bis vier Metern Höhe. Dort teilt sich die Baumkrone in zehn Stämme, die jeder für sich ein eigener Baum sein könnten.

Über das Alter der Rosskastanie gibt die Denkmalliste keine Antwort, das ist allerdings nicht unüblich, da man die Bäume nicht nur wegen ihres Alters unter Naturschutz stellt, sondern auch wegen besonderen Wuchses oder landschaftsprägendem Charakter. Die Wuchsform ist hier einmalig, auch die Mächtigkeit des Stammes imponiert. Rosskastanien können 30 Meter hoch und 300 Jahre alt werden. Der Stamm wird in der Regel bis zu einen Meter dick. Dies hat der Baum locker überschritten.