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Kein Platz mehr frei im Königreich Hobels

Kein Platz mehr frei im Königreich Hobels

Kaum hatte der Elferrat mit seinem Präsidenten Roland Roschy die Narrenschar begrüßt, ging's auch schon mitten hinein ins Programm: Nach dem DNZ-Funkenmariechen Lilli Nonnweiler kam schon Ortsvorsteher Ulli Meyer als Stadtschreiber mit der ganzen Familie gefolgt vom Howwelser Kinderprinzenpaar.

Polonaisen gab es natürlich auch bei der Kinderfastnacht im Pfarrsaal der Gemeinde St. Konrad. Foto: Wolfgang Braun. Foto: Wolfgang Braun

Selten in den vergangenen Jahren war das Pfarrheim auf dem Hobels so bis auf den letzten Platz gefüllt wie am vergangenen Samstag. Denn alle wollten zur Howwelser Fastnacht ins "Königreich Hobels" kommen. Anfangs war jedoch noch nichts von einem Königreich zu sehen. Der Elferrat mit seinem Präsidenten Roland Roschy begrüßte die Narrenschar und kündigte auch gleich das DNZ-Funkenmariechen Lilli Nonnweiler an sowie im Anschluss den Ortsvorsteher Ulli Meyer, der mit seiner kompletten Familie als Stadtschreiber erschien. Einen ersten royalen Bezug stellte das Howwelser Kinderprinzenpaar Clara (Becker) I. und Linus (Schaubel) I. her. Beide bekamen den Auftrag, genau wie in Märchen üblich, verschiedene Aufgaben zu erfüllen, um als Belohnung etwas Schönes zu bekommen (zum Beispiel ein Königreich).

In der Zwischenzeit plauderte Pfarrer Armin Hook als "Der Heilige Armin" in gekonnten Versen über Neuigkeiten aus Pfarrhaus und Rathaus. Die Juniorengarde der DNZ löste ihn mit ihrem Gardetanz ab um gleich darauf Platz zu machen für Clara und Linus, die ihre Aufgaben bravourös gelöst hatten und vom inzwischen als König Ludwig II. verkleideten Elferratspräsidenten ein Königreich präsentiert bekamen. Nach und nach zogen alle Elferräte mit ihren Frauen nacheinander in den "Königreich-Saal" ein, jeder als ein anderer König maskiert und begleitet mit entsprechender Musik. Auf der Bühne gab dann jede/r König/in sein Statement ab zu aktuellen Dengmerder Vorkommnissen. Und dann schritten alle zu einem Menuett festlich durch den Saal, bis der König von Mallorca hereinplatzte und eine Ballermann-Party startete.

Das Publikum war hellauf begeistert und dies steigerte sich noch beim Auftritt des Pastoralteams (Pfarrer Sturm, Pfarrer Hook, Kaplan Kapolka, Gemeindereferent Weberbauer), die das Lied "Fleischeslust" zum Besten gaben und darin über ihre "Fleisch-Ess-Lust" berichteten. Kaum waren die Lachtränen getrocknet, erzählte Fabian Roschy als "De Freggert" wieder in einer tollen Rede Internas aus dem Hause Roschy. Die Mühlwald-Hühner schauten vorbei, herrlich kostümiert als Disco-Truppe "Village People" mit ihrem Showtanz YMCA. Die nächste närrische Rakete wurde gestartet, als der Leierkastenmann (Konrad Weisgerber) seinen Auftritt beendet hatte. Sagenhaft, wie er jedes Jahr mit neuen Ideen und Figuren die Dengmerder Lokalpolitik und deren Chef aufs Korn nahm. Ein Genuss. Die Garde des KV Oberwürzbach zeigte dann in tollen Kostümen ihren Showtanz "Don't worry, be happy". Gleich zwei Jubiläen griff der Elferrat auf - 500 Jahre Deutsches Reinheitsgebot und vor 200 Jahren wurde St. Ingbert bayerisch. Die Elferratsfrauen in herrlichen Dirndln und die Herren in Bierschürzen fanden sich schnell zusammen und legten eine temperamentvolle Polka aufs Parkett. Als letzter Redner des Abends bestieg nun Roland Roschy die Bütt und erzählte als Reiseberichterstatter über die "Urlaubsreise des Herrn W."; sozusagen Neues aus Neuseeland. Der Saal tobte und die nächste Rakete war fällig.

Den Abschluss eines wundervollen Abends bildeten die Frohsinns-Krätzjer, die mit ihren tollen Songs zu später Stunde nochmal so richtig einheizten und Party machten. Mit der Hobelshymne klang das offizielle Programm aus, doch in der Sekt- und Cocktailbar herrschte noch bis fast in die Morgenstunden reger Betrieb. Die Gäste sparten wirklich nicht mit Lob. Mit Begeisterung feierten Kinder im Kindergartenalter Fastnacht. Im Pfarrsaal der Gemeinde St. Konrad standen Erzieherinnen aus dem Kindergarten der Gemeinde zu Spiel und Tanz mit den Gästen bereit, und ehrenamtliche Vertreter der Gemeinde stellten Getränke, Kuchen und Süßigkeiten für die Kinder und für ihre sie begleitenden Eltern und Großeltern bereit. Mit Begeisterung griffen die Kinder die Gesangsvorschläge der Betreuerinnen auf und sangen kräftig mit. Ebenso folgten sie Vorschlägen zum geselligen Tanz wie Rucki Zucki und zur Polonaise. Und weiteren regen Anklang fanden ein Kartoffellauf, bei dem es galt, die Kartoffel auf einem Löffel mitzunehmen und ohne Verlust schnellstmöglich über eine Runde zum Startpunkt zurückzubringen. Ein weiterer Wettbewerb war das Heranziehen von Spielzeugautos durch das Aufrollen der sie lenkenden Schnur. Und schließlich fand das Spiel der Reise nach Jerusalem mit dem Wettbewerb angesichts eines jeweils fehlenden Stuhls große Begeisterung. Die schön verkleideten Kinder sangen, tanzten und spielten fröhlich den Nachmittag lang ohne Pause. Eltern und Großeltern , die die Kinder zur Fastnachtsfeier begleiteten, sahen deren Aktivitäten mit Freude zu und spendeten immer wieder regen Applaus.