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Tempolimit auf Bischmisheimer Talbrücke wird abgeschafft

Tempolimit auf Bischmisheimer Talbrücke wird abgeschafft

Bei Nässe Tempo 60 steht auf dem Schild auf der Bischmisheimer Talbrücke an der A 6 – aber nicht mehr lange. Das erklärte der Landesbetrieb für Straßenbau der SZ, nachdem ein Leserreporter sich beschwert hatte.

. Die Baustelle an der A 6 auf der Bischmisheimer Talbrücke ist Geschichte, aber das Tempolimit ist geblieben. "Trotz einer neuen Fahrbahndecke ist nun seit Jahren in Richtung Mannheim die Geschwindigkeit bei Nässe auf 60 Kilometer pro Stunde begrenzt", hat SZ-Leser-Reporter Richard Bauer beobachtet. Und zwar nicht nur auf der Brücke selbst, sondern noch weit darüber hinaus.

Ihn ärgere nicht nur immer wieder, dass sich nur sehr wenige Verkehrsteilnehmer an diese Tempo-60-Begrenzung hielten, sondern dass wohl auch bei der Bauausführung "gemurkst" worden sei. "Entweder wurde bei der Fahrbahn-Entwässerung oder beim -Belag geschlampt", vermutete Bauer. Da aus seiner Sicht ein Tempolimit auf Dauer nicht die Lösung sei und wirksam vor eventuellen Gefahren schützen könne, wandte er sich an unsere Redaktion.

Der Sprecher des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS), Klaus Kosok, erklärte der SZ dazu, dass es auf der Brücke ein Entwässerungsproblem gegeben habe, was zu Verkehrsgefährdungen durch Aquaplaning geführt habe. Durch eine neue Bauweise, bei der die Fahrbahn in der Mitte mit einem Gefälle nach außen angehoben wurde, habe der LfS diese Schwierigkeiten im Herbst beseitigen können. Nun fließe das Wasser besser ab.

Der Landesbetrieb habe jedoch erst den Winter abwarten und testen wollen, ob das Problem damit endgültig gelöst sei. Nach Rücksprache mit der Polizei sei nun klar, dass es in den vergangenen Wochen an der Stelle kein auffälliges Unfallaufkommen durch Aquaplaning mehr gegeben habe. Deshalb werde das Tempo 60 dort nun bald aufgehoben. "Die Schilder werden in den nächsten Tagen abgebaut, sodass der Verkehr wieder eine so freie Fahrt wie vorher hat", erklärte Kosok. Der LfS richte die Tempolimits nicht ein, um Fahrer zu schikanieren, sondern zum Schutz von Leib und Leben.