Wohnhaus-Katastrophe in Ormesheim : Kripo beginnt mit Suche nach Ursache für Explosion eines Wohnhauses am Montag

Spezialgeräte werden an der Unglücksstelle eingesetzt. Unterdessen untersuchen Rechtsmediziner in Homburg die aus den Trümmern geborgene Leiche.

Es war gegen ein Uhr in der Nacht auf Sonntag (14. April), als der Suchtrupp auf die sterblichen Überreste des Bewohners stießen, der nach der gewaltigen Explosion verschwunden war. Der 30-Jährige ist das einzige Opfer des Unglücks. Die übrigen drei Bewohner des völlig zerstörten Hauses in der Adenauerstraße des Mandelbachtaler Ortsteils Ormesheim waren nicht da, als ihr Heim am späten Freitagabend in die Luft flog. Das Feuer im Anschluss machte es komplett zunichte.

Stundenlang Ruine abgesichert

Mehr als einen Tag lang war ungewiss, was mit dem Vermissten passiert war. Hatte er sich retten können? War er womöglich gar nicht zuhause gewesen? Die Hoffnung herrschte bis zuletzt.

Quälende Stunden für die Angehörigen. Wegen der Einsturzgefahr nach der Detonation war es Helfern zuerst gar nicht möglich, in der Ruine nach dem Opfer zu suchen. Die Einsatzkräfte vor Ort orderten die Experten des Technischen Hilfswerkes (THW) aus St. Wendel. Mit einer aufwendigen Holzkonstruktion stützten sie die fragilen Wände ab. Nach Angaben von THW-Sprecher Markus Tröster benötigten er und seine Kollegen annähernd drei Tonnen Material und bis in die Nacht hinein, bis die Stützen standen.

In der Nacht die traurige Erkenntnis

Erst dann war es für den Suchtrupp sicher genug, in den Ruinen nach dem Mann zu suchen. Um ein Uhr dann die traurige Gewissheit: Er hatte sich zur Unglückszeit in dem Haus aufgehalten. Die Helfer bargen den Leichnam und brachten ihn an die Uni-Klinik nach Homburg. Dort sollen Rechtsmediziner die Todesursache feststellen.

War Gas im Spiel?

Ab Montag will die Kripo herausfinden, wie es zu der Explosion kam. Technische Geräte für die Arbeit unterstützen sie dabei. Das Gelände ist bis dahin abgeriegelt. Informationen, wonach es in dem Haus einen Gasanschluss gab, der womöglich maßgeblich zur Detonation beigetragen hat, wollte ein Sprecher der Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken am Sonntag weder bestätigen noch dementieren.

Die unverletzt gebliebenen Bewohner sind anderweitig in einer Notunterkunft untergekommen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: St. Wendeler THW sichert Wohnhaus-Ruine

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