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Nach Tod eines Merziger Paares
Rechtsmediziner bestätigen Familiendrama

Polizeiverdacht bestätigt: Familiendrama in Merzig. (Symbolbild)
Polizeiverdacht bestätigt: Familiendrama in Merzig. (Symbolbild) FOTO: dpa / Patrick Seeger
Merzig. Die beiden Opfer starben durch Schüsse aus einer Pistole. Das hat die Obduktion an der Homburger Universitätsklinik ergeben. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Nach dem Tod eines Polizisten und seiner Ehefrau in einem Merziger Stadtteil hat die Obduktion an der Homburger Universitätsklinik den Anfangsverdacht der Ermittler bestätigt. Demnach steckt ein Familiendrama dahinter, wie Stephan Laßotta, Pressesprecher des Landespolizeipräsidiums in Saarbrücken, auf Anfrage mitteilt. So soll der 49-Jährige seine Frau mit der Dienstpistole erschossen und sich dann mit der Waffe selbst das Leben genommen haben.


Beamten über Stunden im Einsatz

Ein Familienangehöriger hatte die Leichen in der Wohnung entdeckt. Kurz darauf alarmierten herbeigerufene Nachbarn die Polizei, die über Stunden am Tatort im Einsatz war, um Spuren zu sichern. Spezialisten des Dezernats für Straftaten rückten eigens dazu an. Der Beamte, der seine Frau und sich getötet hat, hatte für das Landespolizeipräsidium gearbeitet.



Keine Angaben zu Motiven

Nach dem Untersuchungsergebnis der Gerichtsmediziner sei auszuschließen, dass ein anderer das Paar auf dem Gewissen hat. Zu den möglichen Motiven, die zu dem Unglück führten, schweigt die Polizei.

Unterdessen ist die Anteilnahme bei Nachbarn, Freunden und Arbeitskollegen groß. Das tote Paar hinterlässt mehrere Kinder.

Menschen, die unter Depressionen leiden und Suizidgedanken haben, finden bei der Telefonseelsorge online oder telefonisch unter den kostenlosen Hotlines (08 00) 1 11 01 11 und (08 00) 1 11 02 22 rund um die Uhr Hilfe. Die Beratungsgespräche finden anonym und vertraulich statt.