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Bohrung Obertal in Ommersheim: CDU-Kritik an der Verwaltung

Aus der Kommunalpolitik in Mandelbachtal : Bohrung Obertal: CDU bekräftigt ihre Kritik

Nachgelegt hat die CDU Ommersheim in Hinblick auf die jüngste Ortsratssitzung in der es um zwei von der Gemeindeverwaltung gestrichene Tagesordnungspunkte ging (wir berichteten). Als Ortsvorsteher von Ommersheim, so Stephan Piorko (CDU), sei er „völlig außen vor“.

Er bezieht sich dabei auf unsere Berichterstattung zur Sanierung der Bohrung Obertal. Er kritisiert die Arbeitsweise von Bürgermeisterin Maria Vermeulen (SPD), die in den vergangenen Monaten ihn selbst wie auch seinen Ortsrat beim Thema völlig im Dunkeln tappen ließe. „Schon seit Ende Januar sind Probleme sowohl bei der Zuwegung zur Baustelle als auch bei der Sanierung des Brunnens selbst bekannt, die wohl weitere Kosten für den Gebührenzahler verursachen werden“, erklärt Piorko. Es beschleiche ihn allmählich das Gefühl, dass beim Thema Obertal gewisse Dinge nicht unbedingt an die Öffentlichkeit gelangen sollten.

Tatsächlich habe es seit Ende Januar mehrere Besprechungen auf Ebene der Fraktionsvorsitzenden gegeben, in der neuerliche Probleme seitens der Bürgermeisterin erläutert worden seien und eine Gemeinderatssitzung, in der die weitere Vorgehensweise beschlossen werden sollte.

„In dieser Sitzung konnte der Rat allerdings nicht entscheiden, weil die Vorlage nicht vollständig gewesen ist und der Rechtsbeistand der Gemeinde ad hoc keine Empfehlung mit Blick auf Haftungsfragen für Mehrkosten geben konnte“, erklärt Gemeinderatsmitglied und Ommersheims stellvertretender Ortsvorsteher Martin Wannemacher (CDU). In der Folge sei von Bürgermeisterin Vermeulen nur mitgeteilt worden, dass jetzt in einer anderen Variante wie ursprünglich geplant weitergearbeitet werde. Ein Beschluss dazu, wie auch zu den entstehenden Mehrkosten, sei vom Gemeinderat allerdings nie gefasst worden.

Die Problematik rund um die Bohrung Obertal würde im Sommer nun schon ins fünfte Jahr gehen: „Ende 2017 wurde zunächst eine Verkeimung im Hochbehälter Ommersheim bekannt, woraufhin der Bevölkerung eine sieben Monate andauernde Chlorung des Wassers zugemutet wurde. In dieser Phase wurde auch bekannt, dass die Bohrung im Obertal wohl ursächlich für die Verkeimung war und deshalb Ommersheim schon damals seit einigen Monaten durch Zukauf von Wasser bei den Wasserwerken Bliestal versorgt wird. Ein Zustand der bis heute anhält.“

„Dieser Zukauf sei schon im Frühjahr 2018 von den Tewema mit etwa doppelt so hohen Kosten wie die Eigenförderung beziffert worden“, so Wannemacher weiter.

Zu den Kosten des Wasserzukaufs kämen Kosten für die Chlorung und die damit verbundenen Mehrbeprobungen. „Nach vier Jahren Problemen mit erheblichen finanziellen Belastungen für den Gebührenzahler muss jetzt endlich Transparenz und vor allem Tempo ins Thema, damit am Ende keine saftige Gebührenerhöhung steht“, betonen Wannemacher und Piorko in ihrer Presseerklärung abschließend gemeinsam.