Neue Absperrung für Notzufahrt

Kirkel erhält ein Informationssystem, das es Ratsmitgliedern erlaubt, auch von zu Hause aus Zugriff zu bekommen. Der Probelauf dauert bis April. Der Rat sprach sich für einen Zuschuss zum Palatia-Kunstrasen aus.

Die Notzufahrt zum Gewerbegebiet Zunderbaum (wir berichteten mehrfach) war eines der beherrschenden Themen der jüngsten Sitzung des Kirkeler Gemeinderats. Nachdem die Absperr-Schranke zerstört wurde, haben viele Autofahrer die Notzufahrt regulär benutzt. Dem hat der Rat jetzt einen Riegel vorgeschoben: "Wir haben uns entschlossen, die Notzufahrt an zwei Stellen wieder zu sperren", erklärte Bürgermeister Frank John . Zum einen werde man jetzt eine Schranke im Gelände direkt auf Höhe der Firma Michelin installieren, "dass man gleich sieht, hier ist Ende der Fahnenstange". "Zum zweiten werden wir die Beton-Poller jetzt hinter die Verkehrsinsel versetzen, so dass man nicht mehr ein- und ausfahren kann." Gleichzeitig werden die Warnbaken fest im Boden verankert, sodass man nur noch nach rechts ausfahren kann", erläuterte der Bürgermeister.

Die Notzufahrt müsse gesperrt bleiben, meinte Carsten Baus von der CDU . "Die Idee, die jetzt präsentiert wurde, finden wir gut, hat Hand und Fuß." Man warte jetzt noch auf die Umsetzung des versprochenen Durchfahrtsverbots durch Altstadt für Lkw über 7,5 Tonnen.

Für die SPD unterstrich auch der erste Beigeordnete der Gemeinde Kirkel , Bernd Weißmann, besagte Straße solle weiterhin eine Notzufahrt bleiben. Die zerstörte Schranke werde im Gelände erneuert, "dort, wo sie besser einzusehen ist, das sollte dann funktionieren.".

Er wolle der Gemeinde etwas zurückgeben, meinte Karl-Heinz Ecker bei der Vorstellung: Der Gemeinderat wählte den früheren EVS-Geschäftsführer am Donnerstag in geheimer Abstimmung zum neuen Schiedsmann für den Schiedsbezirk Limbach-Altstadt. Ecker löst Christel Leibrock ab, er ist für fünf Jahre gewählt.

Zwei Enthaltungen

Der FC Palatia Limbach kann sich freuen: Bei zwei Enthaltungen stimmte der Gemeinderat für den Zuschussantrag des Vereins für die dringend notwendig gewordene Erneuerung des Kunstrasenplatzes. Die Palatia erhält, auf drei Jahre verteilt, insgesamt 120 000 Euro. "Der Gemeindeanteil an den Gesamtkosaten liegt bei 60 000 Euro, von der Sportplanungskommission kommen 65 000 Euro, den Rest von gut 20 000 Euro trägt der Verein", informierte John. Weißmann nannte es eine super Sache, dass der Kunstrasenplatz erneuert werden kann: "Die Palatia ist einer der größten Vereine bei uns, dort spielen mehr als 230 Jugendliche. Das zeigt, dass hier sehr viel getan wird für die Jugend.

"Erfreulich" nannte Baus die Tatsache, dass Kirkel jetzt über ein Ratsinformationssystem verfüge: "Da hat sich der zweijährige Kampf der CDU ausgezahlt." Auch die Grünen hatten in einem Antrag Transparenz von Ratsbeschlüssen gefordert. Laut Bürgermeister läuft das System, auf das Ratsmitglieder von zu Hause aus Zugriff nehmen können, für die, die das möchten, in einer Probephase bis April. "Danach wird das System nach Abstellung möglicher Fehler fest installiert".