Trotz der Hitze vor die Kamera

Homburg. Es war wohl der bislang heißeste Tag des Jahres, der gestrige Sonntag. Bis zu 38 Grad Celsius im Schatten - wenn denn überhaupt welcher zu finden war. Doch trotz hoher bis höchster Temperaturen: Für die große SZ-Fotoaktion "Unser Ort hat viele Gesichter" ließen sich vor allem Kirrberg und Wörschweiler nicht von der Ausnahme-Hitze schrecken

Homburg. Es war wohl der bislang heißeste Tag des Jahres, der gestrige Sonntag. Bis zu 38 Grad Celsius im Schatten - wenn denn überhaupt welcher zu finden war. Doch trotz hoher bis höchster Temperaturen: Für die große SZ-Fotoaktion "Unser Ort hat viele Gesichter" ließen sich vor allem Kirrberg und Wörschweiler nicht von der Ausnahme-Hitze schrecken. Vorbildlich ließen die beiden Homburger Gemeindebezirke tief blicken in ein augenscheinlich bestens gewachsenes Gemeinschaftsgefühl. So versammelten sich um elf Uhr in Kirrberg vor der Grundschule geschätzt über 240 alte, junge, große und kleine Kirrberger, um ihrem Dorf ihr Gesicht zu geben. Angeführt von Ortsvorsteher Stefan Mörsdorf zeigten die Kirrberger, wozu sie gemeinsam in der Lage sind. Unterstützung bekam die SZ-Aktion vor Ort auch von Pfarrer Markus Hary, der den Beginn einer Kirchenfeier kurzerhand um 15 Minuten nach hinten schob, um jedem die Möglichkeit zu geben, für seinen Ort Farbe zu bekennen. Gefragt, wie stolz er auf seine Bürger sei, machte Stefan Mörsdorf klar: "Ich habe, ganz ernsthaft, eigentlich mit diesem Erfolg gerechnet. Wir haben im Vorfeld über Vereine und Verbände ordentlich mobilisiert."Nur zwei Stunden später konnte auch Wörschweilers Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger mehr als zufrieden sein. Zwar konnten seine "Klosterkinder" in absoluten Zahlen nicht mit den Kirrbergern mithalten, doch standen die mehr als 60 Wörschweiler in Relation zur Einwohnerzahl von knapp 300 für eine beeindruckende Quote von, über den Daumen gepeilt, 20 Prozent - das dürfte auch für die emsigen, engagierten und begeisternden Kirrberger kaum zu toppen sein. Und auch Wörschweilers Ortsvorsteher sparte im Gespräch mit unserer Zeitung nicht mit Lob für seinen Ort. "Das ist sensationell!" Mehr als eine Randnotiz im Schatten des alter Bürgermeisteramtes: Das Team der Pizzeria Roma sorgte mit kaltem Sprudel und kalten Platten dafür, dass die Temperaturen rund um das große Foto-Shooting ein bisschen erträglicher wurden.

Zeigten sich so Kirrberg um elf Uhr und Wörschweiler um 13 Uhr vom Wetter völlig unbeeindruckt, so schien die weiter steigende Hitze am Nachmittag in Schwarzenacker und Einöd-Ingweiler doch ihren Tribut einzufordern. Bei weitem nicht so viele Bürger konnten dem Ort ihr Gesicht geben - Spaß gemacht hat es trotzdem. So nahmen es die Schwarzenacker Fotomodelle mit viel Humor und reihten sich dekorativ im Barockgarten des Edelhauses auf. Danach ging's gut gelaunt ins Museumscafé von Christian Hoff. Der hatte natürlich auch beim "Lächeln für Schwarzenacker" teilgenommen - und versorgte im Anschluss die Crew der SZ mit Eis. Lecker! Und in Einöd-Ingweiler? Dort stahl der viereinhalb Monate alte Oskar Schulte allen die Schau. Mit seinen blitzblanken, blauen Augen verzauberte er alle, den Fotografen eingeschlossen.

Hintergrund

 Der kleine Oskar strahlte in Einöd-Ingweiler mit der Sommersonne um die Wette - und gewann ohne Mühe. Foto: Thorsten Wolf
Der kleine Oskar strahlte in Einöd-Ingweiler mit der Sommersonne um die Wette - und gewann ohne Mühe. Foto: Thorsten Wolf

Die Gruppenfotos vom Wettbewerb am Sonntag werden übrigens an vier Tagen als Hauptmotiv auf einer Seite in unserer Homburger Lokalausgabe veröffentlicht. Dort stehen zudem andere interessante Informationen über die Orte. Die Veröffentlichungstermine: Kirrberg in der SZ-Ausgabe vom 29. August, Wörschweiler: 30. August, Schwarzenacker am 31. August, Einöd-Ingweiler: 1. September. thw