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Gitarrenvirtuose spielt in Homburg

Gitarrenvirtuose spielt in Homburg

Homburg. Die Gitarre ist ein seltener Gast bei den Homburger Meisterkonzerten, auch wenn sie mit dem großen Narciso Yeppes vor Jahren einmal glanzvoll besetzt war. Der junge polnische Gitarrenvirtuose Marcin Dylla ist auf dem besten Weg, ein zweiter Narciso Yeppes oder Julian Bream zu werden

Homburg. Die Gitarre ist ein seltener Gast bei den Homburger Meisterkonzerten, auch wenn sie mit dem großen Narciso Yeppes vor Jahren einmal glanzvoll besetzt war. Der junge polnische Gitarrenvirtuose Marcin Dylla ist auf dem besten Weg, ein zweiter Narciso Yeppes oder Julian Bream zu werden. Vor zwei Jahren gewann er als Dreißigjähriger in Los Angeles den weltweit bedeutendsten Gitarrenwettbewerb, die "Guitar Foundation of America International Competition". Es war die Krönung einer Karriere bei den größten Festivals und auf den bedeutendsten Konzertpodien. Marcin Dylla bestreitet das zweite Meisterkonzert am Donnerstag, 1. Oktober, 20 Uhr im Kulturzentrum Homburger Saalbau. Kernstück seiner Vortragsfolge ist die um 1820 in Rom entstandene "Rossiniana" Nr. 1 op. 119 von Mauro Giuliani (1781-1829). Giuliani war in seiner Wiener Schaffensphase wohl Zeitgenosse von Beethoven und Schubert und konzertierte zusammen mit Romantikern wie Moscheles und Hummel, aber sein Gitarrenwerk ist eher ein virtuos überhöhter Nachhall der Wiener Klassik des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Wie Giuliani am Beginn des 19. Jahrhunderts, so stieß der große spanische Gitarrenvirtuose Andrés Segovia (1898-1987) die Renaissance des Gitarrenspiels im 20. Jahrhundert an, indem er Komponisten immer wieder anregte, für sein Instrument Werke zu schreiben. Die großartige "Sonata Romantica" des mexikanischen Komponisten Manuel M. Ponce (1882-1948) im Rezital von Marcin Dylla, die "Music of Memory" des wohl bedeutendsten englischen Komponisten der Gegenwart Nicholas Maw (geb. 1935), die "Skrjabin-Variationen" des Polen Aleksander Tansman (1897-1986), vor allem aber die 1954 entstandenen "Tres piezas españolas" von Joaquin Rodrigo (1901-1999) wurden wie dessen berühmtes "Concierto de Aranjuez" von Segovia uraufgeführt und wären ohne seine Anregungen nicht denkbar. icKarten und Infos zu diesem Gitarrenkonzert im Abonnement und freien Verkauf beim Homburger Kultur- und Verkehrsamt unter der Telefonnummer (06841) 101 166, Fax: (06841) 12 08 99, oder der E-Mail: touristik@homburg.de.