Das tägliche Brot spenden

Blieskastel. Die Stadt Blieskastel will weiter vorankommen, um auch im Bliestal eine Tafel für sozial Schwache abzubieten. Deshalb sucht die Verwaltung Ehrenamtliche, die sich in das Tafel-Projekt einbringen wollen

Blieskastel. Die Stadt Blieskastel will weiter vorankommen, um auch im Bliestal eine Tafel für sozial Schwache abzubieten. Deshalb sucht die Verwaltung Ehrenamtliche, die sich in das Tafel-Projekt einbringen wollen. Wie Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und die beiden Mitglieder des Vereins Homburger Tafel, Vorsitzender Roland Best und Vorstandsmitglied Christa Debrand, gegenüber unserer Zeitung erklärten, findet dazu am Donnerstag, 11. März, um 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Familienfreizeitzentrum Blieskastel statt (Amtsgericht, Seiteneingang Florianstraße 1). Wie Roland Best erläuterte, werden in Homburg seit Mai 2006 Lebensmittel an Hartz-IV-Empfänger und andere Menschen, die Hilfe brauchen, ausgegeben. Derzeit seien dort 250 Haushalte registriert, das bedeute, dass gut 800 Menschen von dem Angebot der Tafel profitierten. In der Zweigstelle in der Mittelstadt St. Ingbert seien es 130 Haushalte, die man regelmäßig mit gespendeten Lebensmitteln versorge. Wie Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener erläuterte, wolle die Stadt ab April dieses Jahres Bedürftigen, die die Tafel in Homburg in Anspruch nehmen wollen, die Kosten für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Kreisstadt erstatten. Erste Gespräche mit den Verantwortlichen seien bereits geführt worden. Nach drei Monaten wolle man dann Bilanz ziehen, wie viele Bedürftige dieses Angebot annehmen und ob es Verbesserungen im Angebot geben müsse. Der Gedanke, sofort eine Zweigstelle der Homburger Tafel in Blieskastel zu errichten, seien vorerst verworfen worden, weil die 140 Vereinsmitglieder der Homburger Tafel jetzt schon völlig ausgelastet seien und "das Risiko derzeit zu groß ist, die Zweigstelle mit entsprechender Ausstattung und großem Aufwand zu etablieren". Man wolle lieber "behutsam vorangehen" und Erfahrungen sammeln, wie das Angebot angenommen wird. Wie berichtet, bauen die Tafeln auf der Erkenntnis auf, dass nicht alle Menschen ihr tägliches Brot haben - und es dennoch in Deutschland Lebensmittel im Überfluss gibt. Die Tafeln bemühten sich, so Roland Best, um eine gerechte Verteilung mit ehrenamtlichen Helfern für die Bedürftigen ihrer Kommune. Das Ziel der Tafeln sei es, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden, an Bedürftige zu verteilen. Die Helfer wollten dazu beitragen, den Menschen in schwieriger Lage weiterzuhelfen, diese Zeiten zu überbrücken und ihnen dadurch Motivation für die Zukunft geben. "Jeder gibt, was er kann", nach diesem Leitspruch engagieren sich örtliche Bäckereien und Märkte, Supermarktketten, Handwerksbetriebe und Beratungsunternehmen mit Spenden für die Tafeln.

Auf einen BlickUm ehrenamtliche Helfer für die Homburger Tafel in Blieskastel zu gewinnen, veranstaltet die Stadtverwaltung am Donnerstag, 11. März, um 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Familienfreizeitzentrum Blieskastel, Amtsgericht, Seiteneingang Florianstraße 1. In einem ersten Schritt wurde in der Blieskasteler Stadtbücherei, Florianstraße (Seiteneingang Amtsgericht), Tel. (0 68 42) 92 42 35, eine Annahmestelle für Lebensmittel für die Homburger Tafel zu folgenden Öffnungszeiten eingerichtet: montags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr, donnerstags von 9 Uhr bis 12 Uhr, freitags von 15 Uhr bis 19 Uhr. Dringend benötigt werden haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Mehl, Margarine, Pflanzenöle und Konserven. Die Lebensmittel werden nach Homburg weitergeleitet, weil Blieskasteler und Gersheimer Bürger die Tafel in Homburg in Anspruch nehmen. ert