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Paraglider-Pilot tödlich verunglückt

Paraglider-Pilot tödlich verunglückt

Der Verunglückte stammt aus Medelsheim. Er hatte aus noch ungeklärten Gründen, so französische Presseberichte, die Kontrolle über sein Sportgerät verloren und sei aus 300 bis 400 Metern Höhe abgestürzt.

Ein 38-jähriger Paraglider-Pilot aus Medelsheim ist am Donnerstagabend kurz nach 19 Uhr in Bliesbrück nur wenige Schritte hinter der deutschen Grenze in Reinheim abgestürzt und dabei tödlich verunglückt. Sein Start- und Landeplatz lag nur 100 Meter entfernt, dort waren noch weitere Paraglider-Piloten am Abend mit ihren motorisierten Fluggeräten in Aktion. Dabei sahen sie nach französischen Presseberichten auch ihren Kollegen aus 300 bis 400 Metern Höhe abstürzen. Er habe aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Sportgerät verloren und sei in die Tiefe gestürzt und sofort tot gewesen. Der Verunglückte kommt aus dem Gersheimer Ortsteil Medelsheim, wo die Familie noch am Abend von Notfallseelsorgern betreut wurde. An die Einsatzstelle kamen Rettungskräfte aus Saargemünd mit einem Notarzt des Rettungsdienstes "SAMU Saareguemines" und zwei Rettungswagen der Sapeurs Pompiers ebenso wie Kollegen des Deutschen Roten Kreuzes mit einem Rettungswagen und ein Notarzt der Wache des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) Brebach. Auch der Rettungshubschrauber "Christoph 16" landete an der Einsatzstelle, wo die nunmehr drei Ärzte nichts mehr tun konnten.

Die Gendarmerie Saargemünd hat die Untersuchungen zur Unfallursache aufgenommen, sie wird unterstützt von Experten der Brigade de Gendarmerie des transports aériens aus Metz. Die Absturzstelle lag in freiem Gelände auf einem Bergrücken oberhalb des Kulturparks Bliesbrück-Reinheim. Der dortige Landeplatz der Paraglider ist lediglich eine freie Rasenfläche, in der Nähe ist außerdem ein Segelfluggelände. Das Tal, in dessen Mitte der Europäische Kulturpark mit seinen römischen Ausgrabungen und dem Fürstinnengrab liegt, ist wegen seiner Thermik bei Seglern und Paraglidern beliebt. Bei dem Einsatz arbeiteten französische und deutsche Rettungskräfte zusammen auf französischem Hoheitsgebiet. Die Deutsche Polizei blieb der Einsatzstelle fern.