Zweite Annahmestelle für Streuobst-Äpfel des Bliesgau-Apfelsafts

Zweite Annahmestelle für Streuobst-Äpfel des Bliesgau-Apfelsafts

Die erwartete Apfelernte liegt um zwei Drittel unter der des Vorjahres, teilt der Biosphärenzweckverband jetzt mit. Ab sofort und bis 5. November können Äpfel zur Apfelsaft-Herstellung abgegeben werden.

Der Verein Bliesgau Obst nimmt ab sofort bis 5. November wieder Streuobstäpfel für den Bliesgau-Apfelsaft an. Zur Annahmestelle auf dem Wintringer Hof bei Kleinblittersdorf kommt dieses Jahr der Obsthof Schneider zwischen Habkirchen und Reinheim hinzu. Kühle Temperaturen und Regen prägten den Vegetationsverlauf bis in den Frühsommer. Eine mehrwöchige Trockenperiode tat ihr Übriges, um das Wachstum der Obstbäume im Bliesgau zu erschweren. Durch die mangelhafte Bestäubung der Obstblüten sowie den Apfel- und Pflaumenwickler-Befall seien die Ernteaussichten für diesen Herbst weiterhin nach unten zu korrigieren, so der Biosphärenzweckverband. Die Apfelernte werde sich auf maximal ein Drittel der Vorjahresernte belaufen. Demgegenüber stehe die steigende Nachfrage nach Bliesgau-Apfelsaft und anderen Streuobstprodukten aus dem Biosphärenreservat Bliesgau.

"Der große Durst nach Bliesgau-Apfelsaft zeigt, dass sich wieder mehr Menschen Gedanken machen, wo ihre Lebensmittel herkommen und sich für die Zusammenhänge interessieren. Jetzt im Herbst ist es wichtig, viele Äpfel zu sammeln, um genügend Apfelsaft produzieren zu können", meint Verbandsvorsteher Theophil Gallo . Unsere Vorfahren hätten die Streuobstgürtel zu ihrer Versorgung angelegt, aber auch die Natur profitiere davon, dass die Wiesen bewirtschaftet werden. Streuobstwiesen seine die artenreichsten Lebensräume in Mitteleuropa: Vogelarten wie Steinkauz, Rotmilan, Neuntöter oder Wendehals, Säugetiere wie Fledermäuse, Garten- und Siebenschläfer fänden hier ebenso ihre ökologische Nische wie zahlreiche Schmetterlingsarten.

Den Schutz der Streuobstwiesen mit einer nachhaltigen Nutzung in Einklang zu bringen, sei das Ziel des Vereins Bliesgau Obst , der Obst- und Gartenbauvereine und des Biosphärenzweckverbands. Wer Äpfel für den Eigenbedarf keltern möchte, sei bei den Obst- und Gartenbauvereinen an der richtigen Adresse. Alle anderen können ihre Äpfel beim Verein Bliesgau Obst abgeben. Gekeltert werde der Apfelsaft beim Wintringer Hof.

Infos: info@bliesgau-obst.de oder Tel. (0 68 43) 90 26 36.

Mehr von Saarbrücker Zeitung