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Herrmann Kasts Sicht auf die Schöpfung

Herrmann Kasts Sicht auf die Schöpfung

Die Ausstellung „Nahaufnahmen – Photographien“ von Herrmann Kast sei „nicht zuletzt auch eine hohe Wertschätzung für den Pfarrer“, meinte Blieskastels Erster Beigeordneter Georg Wilhelm bei der Ausstellungseröffnung im ehemaligen Amtsgericht.

"So viele Besucher waren hier früher nur ganz selten, höchstens, wenn es um eine ganz große Sache ging", begrüßte der Erste Beigeordnete der Stadt Blieskastel , Georg Wilhelm, die vielen Gäste. Mehr als 50 Besucher waren bei der Ausstellungseröffnung "Nahaufnahmen-Photographien" des Blieskasteler Pfarrers Herrmann Kast in den ehemaligen Gerichtssaal im früheren Amtsgericht gekommen.

"Nicht zuletzt auch eine hohe Wertschätzung für den Pfarrer ", wie Georg Wilhelm deshalb herausstellte. Großaufnahmen von Blumen sind das große Thema der Ausstellung, "Kasts Blick auf die Schöpfung ", wie es in der Einladung heißt. Georg Wilhelm würdigte die Verdienste des katholischen Seelsorgers, der viel für seine Gemeinde, aber auch die Stadt Blieskastel getan habe. Überhaupt wirkten die Reden zur Einführung in die interessante Ausstellung wie eine verfrühte Würdigung der Verdienste des Pfarrers. Dieser wird am Ende des Jahres als Pfarrer in den Ruhestand treten. Wie ist Kast aber zur Fotografie gekommen? In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kirchenbauvereins für den Erhalt und die Renovierung der Schlosskirche hatte Kast alle Bauschritte im Bild festgehalten. Damit wurde das Interesse an der Fotografie geweckt. Neben den Bildern zum Baufortschritt ging der Pfarrer nur auch in der Natur auf fotografische Entdeckungsreise. Entstanden sind dabei viele tolle Aufnahmen, vornehmlich Bilder aus der Natur. In der Ausstellung im ersten Stock des früheren Amtsgerichts sind vor allem Vergrößerungen von Blüten zu sehen, "die jetzt im grauen Herbst schon wieder Lust auf den kommenden Frühling machen", wie es Georg Wilhelm ausdrückte. Für den leider erkrankten ehemaligen Landrat Clemens Lindemann sprach die stellvertretende Ortsvorsteherin von Blieskastel , Jutta Schmitt-Lang, die einführenden Worte. Sie würdigte die Arbeit des Blieskasteler Stadtpfarrers, der nicht zuletzt bei vielen Bauprojekten während seiner Amtszeit gefragt war.

"Die Spuren Ihres Wirkens in Blieskastel werden bleiben", unterstrich Jutta Schmitt-Lang. Die junge Kommunalpolitikerin erhielt großen Beifall für ihre einfühlsamen Worte. Werner Müller , lange Zeit Weggefährte des Pfarrers beim Kirchenbauverein, nannte die Ausstellung eine "späte Wiedergutmachung", hatte doch der Pfarrer seine Bilder schon früher als Verkaufsobjekte für die vielfältigen Aktionen des Kirchenbauvereins vorgeschlagen. Diesem Vorschlag waren die Mitglieder des Vereinsvorstandes damals nicht gefolgt, deshalb wurde jetzt unter der Regie von Edith Wüst diese Ausstellung für den Pfarrer verwirklicht. Der Pfarrer selbst zeigte sich "sprachlos", über die vielen lobenden Worte und gab einen kleinen Einblick in seine Arbeitsweise.

Er habe zwei Handwerkszeuge, sein Linux-Fotoapparat und seine Augen. Er dankte vor allem auch Roman Schmitt für die fachliche Unterstützung und Beratung. Ein kleiner Wermutstropfen bei der Ausstellungseröffnung: Ein Gast im Rollstuhl konnte der Eröffnung im ersten Obergeschoss nicht beiwohnen, es gibt für Rollstuhlfahrer keine Möglichkeit, nach oben zu gelangen. "Schreiben Sie das auf jeden Fall in die Zeitung ", war eine Besucherin empört. Den Vorschlag Kurt Legrums von der Stadtverwaltung, ihn nach oben zu tragen, lehnte der Gast ab.

Die Ausstellung ist während der Dienstzeiten noch bis zum 15. November bei kostenlosem Eintritt zu besichtigen.