Kulinarisches: Buntes Markttreiben rund um die Gaumenfreuden

Kulinarisches : Buntes Markttreiben rund um die Gaumenfreuden

Auf dem Paradeplatz in Blieskastel zog der zweite Käse- und Weinmarkt zahlreiche Besucher aus dem ganzen Saarland an.

Die Blieskasteler haben offensichtlich das schöne Wetter an den Markttagen abonniert: Auch beim zweiten Käse- und Weinmarkt lachte die Sonne über Blieskastel. Wie fast immer an Blieskasteler Markttagen. Und der Markt am Kirmessonntag war schon bei der zweiten Auflage von noch größerem Erfolg gekrönt wie die Premiere im Vorjahr. Die Zahl der Anbieter hatte sich stark erhöht: „Wir hatten im letzten Jahr 19 Anbieter, in diesem Jahr sind es schon 32“, konnte Marktleiterin Birgit Hennrich von der Stadt stolz vermelden.

Einige davon waren von richtig weit her gekommen. Aus der Nähe von Husum etwa kam Heiner Strotmann mit Lebensgefährtin Beatrice Holnitz von der Hofkäserei Backenholz. „Augen zu, Mund auf“ ist der Slogan, mit dem die Hofkäserei wirbt. „Handgeschöpfte Charaktere, Gaumenschmeichler und Süchtigmacher“, so wird für die Käsespezialitäten der Nordfriesen weiter geworben. Und man belässt es nicht nur bei Sprüchen, der Gast des sonntäglichen Marktes darf nach Belieben alle diese Schmeicheleinheiten probieren. Und wie kommen die Norddeutschen nach Blieskastel? „Die haben bei uns so eine herzliche Einladung abgegeben, da konnten wir gar nicht nein sagen“, schwärmt Heiner Strotmann. Also nahm man den langen und beschwerlichen Anfahrtsweg ins Saarland in Kauf. Und um Kunden werben ist heute wichtig, den Rest kann man dann auch online erledigen. Denn auch Käse kann heutzutage bis in den hintersten Winkel der Republik verschickt werden.

Dies gilt auch für Jules Käsekiste; zwischen Köln und Olpe liegt Much, „eine der besten Käsereien Deutschlands“, wie Alexander Gregulla betont. Er verweist auf die echte, ursprüngliche Art des Käsemachens in ihrer Käserei, wo die Milch der Kühe aus artgerechter Haltung aus dem eigenen Bauernhof verarbeitet wird. Immer wieder betont der Käsefachmann die „erbarmungslose Qualitätsebene“, die in ihrem Betrieb vorgeschrieben sei. „Nehmen Sie dagegen etwa einen Gouda aus dem Supermarkt, das ist doch ein Produkt aus dem Chemiebaukasten“, wettert der Käsefachmann.

Insgesamt, so hatte man den Eindruck, waren die Käsereien in der Überzahl, das Weinangebot war etwas kleiner. Aber auch hier gab es auf dem Blieskasteler Markt interessante Dinge zu erfahren. Etwa über den Arzt (Pathologe) Dr. Otmar Scherr, der eigentlich aus der Bierregion Bayern stammt. Durch sein Studium in Homburg beginnt der angehende Mediziner, sich für Wein zu interessieren. Im Garten in Homburg pflanzte er die ersten Rebstöcke, inzwischen hat er in Siebeldingen und Birkweiler Weinberge gekauft und baut mit Hilfe der dortigen Winzer seinen eigenen Wein aus. „Wir trinken gerne unseren Wein – tun Sie es doch auch!“, ist der Slogan des Winzer-Mediziners.  Und neben dem vielfältigen Angebot an Wein- und Käse-Spezialitäten gab es auf dem Markt auch noch andere Angebote. Nicht mehr wegzudenken von den Blieskasteler Märkten etwa die beiden Bäckereien Anstadt und Fetzer, die mit ihren vielfältigen Backwaren-Angeboten immer wieder Kunden werben können.

Zum zweiten Mal dabei war Josef Schnur aus Niederwürzbach. Das Original aus dem Würzbacher Allmend ist mit seinen Gewürzmischungen schon ein fester Bestandteil in und auf den Märkten der Region. „Nach naturreiner Rezeptur, in Premium-Qualität und ohne jegliche Zusatzstoffe sind die Gewürze hergestellt“, betont der Würzbacher Geschäftsmann. Mit seiner gewinnenden Art gelingt es ihm immer wieder, die Gäste an seinen Gewürzstand zu lotsen und ihnen dort seine feinen Gewürzmischungen zum Probieren anzubieten. Am Sonntagnachmittag war dann bei strahlender Frühherbstsonne auch die Laune der Blieskasteler Gewerbetreibenden aufgehellt. Denn auch der verkaufsoffene Sonntag war ein voller Erfolg.

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