Leserbrief: Ein wenig an der Wahrheit vorbei

Leserbrief : Ein wenig an der Wahrheit vorbei

Historisches Handgemenge

Es ist schön, dass es so viele Menschen gibt, die in verschiedenen Vereinen sich in historischen Kostümen in historische Gestalten umwandeln und verschiedene historische Ereignisse nachspielen. Es ist auch gut, dass man das Spielscenario, basierend auf einer wahren Geschichte, mit der eigenen Fantasie bereichert. Es ist aber falsch, wenn man den Lesern die Fantasie als wahre Historie versucht zu verkaufen, was in diesem Artikel stattfand. Prinzessin Anna Leszczynska starb 1717 und wurde nicht auf dem Zweibrücker Schloss aufgebahrt, denn das Schloss wurde erst in Jahren 1720-1725 vom Herzog Gustav Samuel gebaut. Auch war Stanislaus bei dem Handgemenge im Blieskasteler Wald nicht dabei. Denn schon ein Tag vor dem geplanten Attentat, also am 14.08.1717 konnte die Verschwörung durch die Maßnahmen des schwedischen Gouverneurs Stralenheim vereitelt werden. So Dr. Lothar Kinzinger im Katalog „Stanislaus Leszczynski. Ein König im Exil“ des Stadtmuseums in Zweibrücken.

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