Konzert: Begeisterungsrufe zu Beginn von Euroclassic in Blieskastel

Konzert : Begeisterungsrufe zu Beginn von Euroclassic in Blieskastel

„Das Festival leistet einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Selbstdefinition“, meinte Thilo Huble am Samstag in der Blieskasteler Schlosskirche. Der Projektleiter von Euroclassic gab sich selbstbewusst. Angesichts einer brechend vollen Kirche und Besuchern, die noch stehen mussten beim Eröffnungskonzert zur 28. Auflage war das nicht übertrieben. 26 Konzerte in acht Wochen, die in den Städten Blieskastel, Pirmasens, Zweibrücken, dem Bitscher Land und der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land stattfinden, das ist schon ein Programm, das sich sehen lassen kann. Am Samstag standen unter der Leitung von Christian von Blohn Chor- und Orchesterwerke von Johann Sebastian Bach auf der Agenda. Quasi zum Heimspiel gab der Blieskasteler Chor Collegium Vocale die Bach-Kantate „Eine feste Burg ist unser Gott“ (BWV 80) zu Gehör. Den Titel „Und wenn die Welt voll Teufel wär“ sowie „Das Wort sie sollen lassen stahn“ oblagen den Sängern. Bei der weiteren Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme (BWV 140) bewies sich dieses Konzept ebenfalls als erfolgversprechend.

Die Solisten Sabine von Blohn (Sopran), Angela Lösch (Alt), Steffen Kohl (Tenor) und Michael Marz (Bass) traten einzeln oder im Duett auf und steuerten Arien oder Rezitative bei, Christian von Blohn spielte Orgel. Die Musiker der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserlautern trafen mit der Orchestersuite in h-Moll (BWV 1067) den Nerv des Publikums, was sich am Ende am langen Applaus und an den Begeisterungsrufenzeigte.

Mitglieder der Deutschen Radio Philharmonie: Thomas Hemkemeier, Jacek Gebka, Johannes Kiefel, Christoph Mentzel, Harald Paul und Jie Ming Li (alle Violine); Helmut Winkel und Johannes Baumann (beide Viola); Claudia Limperg (Cello), Ilka Emmert (Kontrabass) sowie Veit Stolzenberger, Walther Theisohn und Maksym Malkov (Oboe).

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