Dorffest : Die Bohnekerb in Kleinottweiler war wieder der Renner

Der Höhepunkt der Bohnekerb in Kleinottweiler am Montagabend wäre beinahe total verregnet gewesen. Gut eine halbe Stunde vor dem Beginn der Play-Back-Show auf der Bühne vor dem Sportheim der ASV regnete es noch in Strömen.

Die Staußbube und -mäde, die Gastgeber dieser Show, bangten mit den Zuschauern. Doch dann hatte das Wetter doch noch ein Einsehen mit den vielen Interpreten und Besuchern. Die Wolkendecke riss auf und bei strahlendem Sonnenschein konnte die 25. Auflage der beliebten Play-Back-Show ohne Regenschirme über die Bühne gehen.

Das Jubiläum dieser Show war auch für Moderator Steffen Schindler, der schon häufiger durch den Abend geführt hatte, Anlass, zunächst einen kleinen Rückblick zu halten. Schindler war nicht allein auf die Bühne gekommen. Mit dabei war auch Peter Knobloch, der Ex-Vorsitzende der ASV und spätere Moderator, nachdem Steffen Schindler nach drei Jahren erst einmal diese Postion abgegeben hatte. Peter Müller folgte als Programmdirektor, ehe Schindler vor acht Jahren wieder die beim Publikum so beliebte Veranstaltung als Moderator übernahm. Wegen der 25 Jahre wurde eigens auch ein Jubiläums-T-Shirt angefertigt. Auf dem dunkelgrünen T-Shirt war ein Porträt von Andy Hempel abgebildet. Er ist der „Aufmacher“ einer jeden Show, wie Steffen Schindler dem Publikum erklärte, und dies seit 25 Jahren. „Er sorgt für Stimmung und den richtigen Start in unsere Veranstaltung“, so der Ansager.

Und dann konnte es auch los gehen. Nachdem zuvor die Straußbuben von Kleinottweiler mit einem kleinen Stimmungssong dem Publikum einheizten, eröffnete Andreas Hempel mit Gitarre zum 25. Mal die Play-Back-Show, diesmal mit „Und nen Bauch hab ich auch“ von Jürgen von der Lippe. Dann wurde es für die erst fünfjährige Lara Finger spannend. Gemeinsam mit ihrem 19-jährigen Bruder Lars stand sie auf der Bühne. Sie interpretierten „Je ne parle pas francais“ von Namika. Viele Interpreten, die nicht nur aus Kleinottweiler kamen, standen schon oft auf der Showbühne vor dem Sportheim der ASV. Mit „Zehn kleine Jägermeister“ zeigten sich dann erneut die Staußbuben und -mädels, und weiter ging es einige Stunden durch das Programm. Mit 24 Musikbeiträgen in alle Richtungen, von Pop bis hin zur Stimmungsmusik, wurde den gut 800 Besuchern an diesem Abend viel Abwechslung geboten. Auch der frisch gewählte Bexbacher Bürgermeister Christian Prech war wieder dabei. Als „Mickie Krause“ trat er mit „Mich hat ein Engel geküsst“ auf. Mathias Gerwald, Sprecher der 30 Strauß-Mädels und Strauß-Jungs: „Er war schon einige Mal dabei. Uns gab er die Zusage, auch diesmal mitzumachen, selbst wenn er als Bürgermeister von Bexbach gewählt wird.“ Prech hielt also sein Versprechen.

 Über die Play-Back-Show hinaus gab es auch diesmal an den fünf Tagen der Bohnekerb ein abwechslungsreiches Programm. Zum Auftakt feierte man am Ortseingang das beliebte Brunnenfest, bei dem Kerwepfarrer Lukas Neu die Bohnekerb 2019 mit einem Fassbieranstich eröffnete. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Kerwefußballspiele der ASV. Von drei Spielen konnte aber nur die AH ihre Partie für sich entscheiden. 5:0 bezwang man den Nachbarn SV Altstadt.

Doch dies tat der Kerwestimmung keinen Abbruch. Am Abend des zweiten Tages gab es Livemusik. Die Bexbacher Band Roast Beat spielte auf. Der Sonntagnachmittag stand nach dem Frühschoppen ganz im Blickpunkt der Staußbuben. Nach dem obligatorischen Umzug mit dem Kerwestrauß durch die Straßen von Kleinottweiler und der Baumbefestigung am Sportheim sorgte der Kerwepfarrer für viele Lacher bei seinen sechs heiteren Geschichten über einige Geschehnisse aus dem Ort. Am Dienstag hieß es dann, die Bohnekerb zu Grabe zu tragen. Auf Wiedersehen dann im nächsten Jahr.

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