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Kreis-Bedienstete üben Gesprächstechniken
Workshop: Wie man bei rechtem Gerede Kante zeigt

Neunkirchen. Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreis Neunkirchen, Heike Neurohr-Kleer, hat in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsmediatorin und Diplom-Sozialarbeiterin Yvonne Fegert im Landratsamt Neunkirchen einen Strategie-Workshop zum souveränen Umgang mit antidemokratischen und diskriminierenden Situationen gemacht.

Diskussion am Arbeitsplatz, bei der Familienfeier, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen im Sportverein. Es fallen Sprüche, die einem die Sprache verschlagen. Später dann der Ärger: Warum nicht widersprechen? „Alle Menschen sollen mit Respekt behandelt werden. Deshalb ist es mir wichtig, Stellung zu beziehen, wenn ich Ausgrenzungsmechanismen erkenne“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Heike Neurohr-Kleer.


Genau an diesem Thema setzte der Workshop im Landratsamt Neunkirchen an. Landrat Sören Meng: „Leider werden wir im dienstlichen, aber auch im privaten Umfeld immer wieder mit ausländerfeindlichen, diskriminierenden Äußerungen konfrontiert. In sozialen Netzwerken oder am Stammtisch – dumpfe Parolen sind allgegenwärtig. Hier muss jeder Strategien entwickeln, die ermöglichen, diesen Parolen Paroli zu bieten, denn nur so kann ein solidarisches Miteinander gelingen.“

Im Workshop erarbeitete Yvonne Fegert mit den Teilnehmern genau diese Strategien. So wurden beispielsweise gängige diskriminierende und rechtspopulistische Thesen untersucht und gemeinsam geübt, das Wort zu ergreifen und im Gespräch für solidarische Alternativen einzutreten.