Fest der Meister in der Gebläsehalle Neunkirchen

Fest der Meister : Über 200 erfolgreiche Sportler geehrt

Beim Fest der Meister wurden auch die Jugendsportler des Jahres gekürt und ein überraschender Ehrenpreis verliehen.

 Seit über 40 Jahren hat das jährliche Fest der Meister des Neunkircher Sportverbandes (NSV) und der Stadt seinen festen Platz im Neunkircher Veranstaltungskalender. Für Bürgermeister Jörg Aumann ist es eine unverzichtbare Veranstaltung.

„Die Würdigung sportlicher Erfolge gehört zu den angenehmen Aufgaben eines Vereins oder Verbandes“, betonte der Bürgermeister am Freitagabend. Es sei wichtig und richtig, dass sportliche Bestleistungen angemessen und öffentlich honoriert würden.

Dass die Veranstaltung längst auch zu einem festen Termin für die Athleten geworden ist, zeigte sich beim Blick in die voll besetzte Gebläsehalle. Über 200 Sportlerinnen und Sportler waren in die gute Stube der Stadt eingeladen, weil sie im Sportjahr 2018 bei Welt- und Europameisterschaften, nationalen Titelkämpfen, Südwest- oder Saarlandmeisterschaften vordere Plätze belegt hatten. „Solche Aushängeschilder brauchen wir“, meinte der Bürgermeister, „denn sie alle haben nicht nur persönliche Erfolge erzielt, sondern auch Werbung für die Stadt betrieben.“ Neunkirchen sei ganz schön sportlich, hatte zuvor auch Hans-Artur Gräser angemerkt, und dies nicht nur auf die Vielzahl an Ehrungen bezogen, sondern auch auf den neu gestalteten Marketingfilm, der zum Auftakt einen repräsentativen Einblick in den Neunkircher Sport bot.

Der NSV-Vorsitzende brauchte am Freitagabend eine gute Kondition. Weil sein Stellvertreter Rouven Schön als vorgesehener Moderator beruflich verhindert war, musste der 74-Jährige den Großteil des fast vierstündigen Meisterfestes buchstäblich allein über die Bühne bringen. Zeitweise Unterstützung bekam Gräser von seinem Vorstandskollegen Sebastian Brüßel, der in zwei Etappen etwa 180 Südwest- und Saarlandmeister ehrte. Zu denen gehörte der zehnjährige Christopher Kachamakov vom Schwimmverein Neunkirchen ebenso wie Horst Lander vom TV Hangard, der mit 81 Jahren Saarlandmeister im Geräteturnen geworden war.

Der Bürgermeister und seine Sportsachbearbeiterin Sabine Pfiffi beglückwünschten 20 Athleten, die bei deutschen und internationalen Titelkämpfen auf vorderen Plätzen gelandet waren.

Seit vielen Jahren ehrt der NSV auch die besten Nachwuchssportler. Bei den Mädchen fiel die Wahl zum vierten Mal in Folge auf die 14-jährige Tennisspielerin Sarah Müller vom TuS 1860 Neunkirchen, die als beste deutsche Tennisspielerin ihres Alters angesehen wird und vor wenigen Wochen deutsche Meisterin der U 14 wurde. Sportler des Jahres wurde der zwölfjährige Schwimmer Rico Braun von der SSG Saar Max Ritter als zweifacher Saarlandmeister über 100 und 200 Meter Brust und deutscher Meister mit der Jungen D-Staffel.

Es wurden am Freitagabend aber nicht nur aktuelle sportliche Leistungen gewürdigt. Mit dem Ehrenpreis des NSV wurde die 4 x 100-Meter-Staffel der LSG Neunkirchen aus den 1980er und 1990er Jahren ausgezeichnet. Das Quartett mit Ralf und Andreas Ruth, Uwe Eisenbeis und Roger Gräber ist, wie es Laudator Lutwin Jungmann bestätigte, „die beste Staffel, die das Saarland jemals hatte“. Die Zuerkennung des Ehrenpreises sei deshalb voll und ganz berechtigt, meinte der Vizepräsident des saarländischen Leichtathletikbundes.

Für ein attraktives Rahmenprogramm während der fast vierstündigen Sportshow sorgten das Trio Einfach jaa, die Sängerin Jeanette Glod, die Freestyleformation East Rock Stylers und die Akrobatikgruppe Garaffen vom Rotenbühlgymnasium in Saarbrücken. Schlusspunkt beim Fest der Meister war die Ehrung der Neunkircher Sportler des Jahres (wir haben berichtet).

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