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Niklas Schulz kickte in der Jugend gegen die Bayern

Fußball : Er spielte schon gegen Bayern-Star Zirkzee

Niklas Schulz wurde im Nachwuchszentrum der SV Elversberg ausgebildet und stieg mit dem Verein in die U17-Bundesliga auf. Die Zeit bei der SVE habe ihn sportlich weitergebracht. Weil er im Oberliga-Team der Elversberger in dieser Saison aber kaum zum Zuge kam, kehrt er nun zu seinem Heimatverein Primstal zurück.

Niklas Schulz wurde bei der SV Elversberg ausgebildet – nun kehrt er aber zu seinem Heimatverein, dem Fußball-Saarlandligisten VfL Primstal zurück – weil er sich dort mehr Einsatzzeiten als im Oberliga-Team der SVE ausrechnet. „Ich will der Mannschaft in Primstal helfen, damit wir noch eine erfolgreiche Saison spielen können“, kann der Mittelfeldakteur es kaum erwarten, wieder auf dem Rasen gegen den Ball zu treten.

Momentan allerdings bremst die Corona-Pandemie den Elan des Kickers aus. Wann das Training mit seinen alten und neuen Vereinskameraden wieder losgeht, steht noch in den Sternen. „Hoffentlich können wir noch irgendwann im März spielen“, sagt Schulz.

Beim Saarlandligisten kann der aus Schmelz stammende Akteur im defensiven Mittelfeld oder auf der Außenposition eingesetzt werden. Mit Laufeinheiten und Krafttraining hält er sich derzeit im „Homeoffice“ für den Tag X fit. „Wie der Ball aussieht, weiß ich auch noch“, sagt Schulz und muss lachen.

Gut mit dem Spielgerät umgehen konnte Schulz schon in der D-Jugend des VfL Primstal unter dem Trainergespann Lothar Pesch/Dietmar Scheid. „Anschließend hatte ich drei schöne Jahre bei der JFG Schaumberg-Prims“, erzählt er. Wie viele seiner früheren Mitspieler ist er zur Spielzeit 2016/17 dann dem Lockruf ins Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der SV Elversberg gefolgt. Das Team belegte damals am Saison-Ende hinter dem FSV Mainz 05 II den zweiten Rang und stieg in die U 17-Bundesliga auf. „Unter Trainer Sebastian Schummer haben wir viermal in der Woche trainiert, das war echt zeitintensiv und aufwendig“, erzählt Schulz.

Der Defensivspieler brachte es in der Bundesligarunde 17/18 auf 26 Einsätze und erzielte dabei einen Treffer. „Wir haben gegen Hoffenheim, Mainz und Kaiserslautern gespielt. Bei den weiten Fahrten nach München oder Augsburg haben wir auch übernachtet“, berichtet er. Im Laufe der Runde sprangen drei Siege und 13 Punkte heraus – was am Saison-Ende den Abstieg für die SVE bedeutete.

Gegen Meister FC Bayern München, in dessen Reihen unter anderem Jungstar Joshua Zirkzee spielte, den der Rekordmeister am Sonntag bis Sommer zum italienischen Serie-A-Klub FC Parma ausgeliehen hat, haben sich die Elversberger eine 0:9- und 0:5-Packung abgeholt. Aber egal. „Sportlich hat mich das Training im Nachwuchsleistungszentrum weitergebracht“, findet Schulz. Missfallen haben ihm allerdings die langen Fahrten zu den Trainingseinheiten. „Wir haben auf fünf verschiedenen Plätzen trainiert“, berichtet er.

Aktuell befindet sich Schulz in der Ausbildung zum Polizisten. Zuletzt stand er im Oberliga-Aufgebot der SVE II, doch eingesetzt wurde er lediglich eine Viertelstunde, weshalb er das Gespräch mit NLZ-Leiter Jens Kiefer und Trainer Marco Emich suchte. Doch Schulz musste schlucken, dass „beide mir keine Einsatzzeit versprechen konnten“. Daraufhin aktivierte er den alten Kontakt nach Primstal. „Nach den tollen Gesprächen mit Trainer und Vorstand war für mich schnell klar, dass ich zum VfL Primstal zurückkehren wollte“, freut er sich. Und so richtig happy wäre der 19-Jährige, wenn er endlich auch mal wieder spielen dürfte. Es müsste nicht einmal unbedingt gegen Bayern-Stars wie Joshua Zirkzee sein.