Das Amt bleibt in der Familie

Zu den ersten, die Dominik Dietz nach der Wahl gratulierten, gehörte sein Vater Winfried, der in den Ruhestand geht. Dominik Dietz ist bereits lange aktiv in der Kommunalpolitik. Vielen ist er als „Schellemann“ vom Dorffest bekannt.

Eine spannende Wahl war es wohl nicht, die die vielen Menschen am Donnerstagabend ins Vereinsheim der Schiffweiler Strauße lockte. Denn dass Dominik Dietz (SPD ) gewinnen würde, war abzusehen. Allerdings wollte man dem neuen Ortsvorsteher gratulieren und gleichzeitig den Vorgänger Winfried Dietz, Vater und Parteigenosse von Dominik Dietz, verabschieden. Kommunalpolitiker wie Bürger verfolgten die von Bürgermeister Markus Fuchs geleitete Sitzung, die in geselliger, fröhlicher Stimmung verlief.

Für die Mehrheitsfraktion SPD nannte Renée Trapp Dietz Junior als Kandidaten und auch Erwin Mohns von der Linken schlug ihn vor. Die CDU verzichtete auf einen Gegenkandidaten. Acht Räte sprachen sich für, vier gegen Dietz aus, eine Stimme war ungültig.

"Ich werde versuchen, Mittelsmann zu sein - zwischen den Parteien wie auch zwischen dem Rat und den Vereinen und Bürgern", sagte der neue Ortsvorsteher. Der 35-Jährige ist seit Jahren in Gemeinde- und Ortsrat aktiv und war bereits zehn Jahre Vorsitzender der örtlichen Jusos, bevor er vor etwa ebenfalls zehn Jahren den Vorsitz des SPD-Ortsvereins übernahm. Der Bauingenieur lebt mit seiner Lebensgefährtin zusammen und ist in zahlreichen Vereinen aktiv. Vielen ist er als "Schellemann" vom Dorffest bekannt.

Politisch will Dietz das Wahlprogramm weiter umsetzen. "Unser Dorfbrunnen, der unter dem Marktplatz gefunden wurde, soll wieder zum Vorschein kommen." Außerdem wolle man die Dorfmitte und weitere Stellen attraktiver gestalten.

Fuchs gratulierte Dietz und ernannte ihn offiziell zum Ortsvorsteher. Gleichzeitig dankte er Dietz Senior für sein langjähriges Engagement. "Wir haben immer gut zusammengearbeitet."

Im Namen der SPD-Fraktion sagte Trapp, Winfried Dietz habe seine Ortsvorstehertätigkeit in den Mittelpunkt seines Lebens gestellt und man entlasse ihn nur ungern in den allerdings verdienten Ruhestand . "Wir sind optimistisch, die erfolgreiche Arbeit mit unserem jungen Ortsvorsteher fortführen zu können."

Stefan Rosar-Haben von der CDU-Fraktion kritisierte, Winfried Dietz habe sich zur Wahl gestellt, obwohl ein Rücktritt bereits absehbar gewesen sei. "Vom neuen Ortsvorsteher wünschen wir uns eine gute Zusammenarbeit."

Dietz Senior, der aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten will, fiel es nicht allzu schwer, den Posten nach zwölf Jahren freizugeben: "Es hat mir viel Spaß gemacht, aber ich bin der Meinung, das Amt ist in guten Händen." Seinem Sohn rät er, Ansprechpartner für alle zu sein und jedes Anliegen gewissenhaft und unparteiisch zu behandeln.