Streit um Gondwana-Park kommt vor Gericht

Streit um Gondwana-Park kommt vor Gericht

Der seit Jahren andauernde Streit zwischen dem Gondwana-Betreiber Matthias Michael Kuhl und der Landesgesellschaft Industriekultur Saar (IKS) landet vor Gericht.

Am Donnerstag, 28. Januar, beginnt die Verhandlung vor dem Landgericht in Saarbrücken, sagte der Sprecher der für die IKS zuständigen Strukturholding Saar (SHS), Ludwin Vogel, der SZ. Die IKS fordere eine ausstehende Pachtzahlung von etwas mehr als einer Million Euro. Kuhl habe dagegen eine "Widerklage" in Höhe von einer Million Euro eingereicht, sagte dessen Anwalt Hans-Georg Warken. Insgesamt fordere der Dinoparkbetreiber vom Land 3,8 Millionen Euro, weil die Baukosten für die zweite Halle des Urzeitparks höher ausfielen als geplant. Er hatte die Halle für das Land als Generalunternehmer gebaut und zurückgemietet. Das Land erklärt, es sei vertraglich festgelegt, dass Kuhl die Risiken trägt, falls der Bau teurer wird. Die wirtschaftliche Lage des Prähistoriums sei schwierig, so Warken, auch weil am Standort zusätzliche Attraktionen fehlten. Bemühungen Kuhls, bundesweit Busunternehmen für Besuche in Gondwana zu gewinnen, seien deswegen gescheitert. 2015 besichtigten 96 000 Besucher Gondwana.

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